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Wie Manager sich und ihre Mitarbeiter einschätzen

Die Macher in der IT-Branche wollen Mitarbeiter mit Visionen

16.12.1998
Von Ingrid Weidner*MÜNCHEN - In den Chefetagen der IT-Branche sind Informatiker immer noch die Ausnahme. Das ergab eine Umfrage von Dolan Consulting bei Software-Unternehmen, Management- und IT-Beratungen und Systemintegratoren.

Von den 70 befragten Managern, die Unternehmen mit mindestens 100 bis 200 Mitarbeitern leiten, hat nicht einmal jeder fünfte Informatik studiert. Das Gros der Firmenleiter hat ein betriebswirtschaftliches Studium absolviert. Ihre fachlichen Schwerpunkte sind Marketing, Vertrieb, Beratung und IT-Organisation. Im Zentrum der Studie von Dolan Consulting steht die Frage, wie Geschäftsführer sich selbst und ihre Mitarbeiter einschätzen.

Firmeninteressen und die persönliche Entwicklung der Angestellten stehen für die Manager im Vordergrund. Vorgesetzte sehen sich oft als Vorbilder. Die eigene Begeisterung für die Arbeit wollen sie auch den Mitarbeitern vermitteln, um Aufgaben und Abläufe in der Firma zu verbessern.

Für die Familie haben Manager kaum Zeit

Streßsituationen gibt es bei nahezu allen befragten Managern: ob das nun zeitliche Belastungen, disziplinarische Maßnahmen oder die Schwierigkeit, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, sind. Für die Familie bleibt nicht allzuviel Zeit, 47 Prozent der Geschäftsführer nehmen sich täglich höchstens eine Stunde, 30 Prozent bis zu zwei Stunden Zeit für die Familie. Nur 38 Prozent der Manager verbringen sowohl Samstag als auch Sonntag mit ihrer Familie, über die Hälfte kann höchstens einen Tag am Wochenende freischaufeln. Kaum einer der Befragten schöpfte den gesetzlichen Urlaubsanspruch von durchschnittlich 30 Tagen aus.

Für den Arbeitseinsatz werden die Befragten mit etwa 410000 Mark belohnt, wobei die genaue Summe in der Regel von Gewinn, Umsatz und qualitativen Zielen des Unternehmens abhängt. Weitere attraktive Leistungen wie Dienstwagen, Direktversicherungen oder Aktien- und Optionsscheine sind für die Mitglieder des Führungszirkels üblich.

Grundsätzlich sind 89 Prozent der Führungskräfte von der guten Arbeit ihrer Mitarbeiter überzeugt und trauen ihnen zu, daß sie die künftigen Aufgaben lösen können. Allerdings glauben nur drei Viertel, daß die gleichen Mitarbeiter unternehmerisch handeln können. So meinte ein Befragter: "Fachkompetenz ist für alle erlernbar, aber Führen ist eine Aufgabe, die aus Überzeugung wahrgenommen werden muß." Und das kann eben nur der Chef. Bei ihren Mitarbeitern vermissen die Manager vor allem die soziale Komponente, Diskussionsfähigkeit, Mitarbeiterführung und Motivation. Im Berufsalltag fehlten zudem selbständiges und selbstverantwortliches Handeln, eigenständige Ideen und Projekt-Management.

Da die rasante technische Weiterentwicklung hohe Anforderungen an die Qualifikation stellt, fürchten Manager, ihre Mitarbeiter könnten nicht Schritt halten. Im Umgang mit der Geschäftswelt hätten die Mitarbeiter zu wenig Visionen, innovative Ideen und vernetztes Denken.

Um die richtigen Mitarbeiter zu finden, beauftragen 61 Prozent der Befragten eine Personalberatung. Gleichzeitig schalten 55 Prozent Stellenanzeigen in einer Zeitung und 41 Prozent Anzeigen im Internet. Die Dienste des Arbeitsamtes werden kaum genutzt.