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Kolumne


25.02.2000 - 

"Die Macht des Netzes"

Konservativ geschätzt, haben 90 Prozent aller CeBIT-Exponate mehr oder weniger mit dem Internet zu tun: Kaum ein Kleinrechner, kein PC, nur noch wenige Handys, die nicht für eine Verbindung mit dem Netz vorbereitet wären. Aus dieser Vernetzung auf Basis des Internet-Protocol lassen sich andere wichtige Entwicklungen ableiten. Als grundlegend, aber erst in Anfängen erkennbar ist in diesem Zusammenhang die Konvergenz von Sprach- und Datenverkehr.

Außerdem - zweiter Trend - dürften in den nächsten Jahren immer breitbandigere Verbindungen angeboten werden, die Dienstleistungen wie Video- und Audiostreaming oder Bildtelefonie (via Internet) erst ermöglichen. Diese höhere Bandbreite macht auch diverse neue und mobile Endgeräte sinnvoll, die eines gemeinsam haben: Ohne eine - am besten ständige - Verbindung zum Netz der Netze sind sie nur eingeschränkt brauchbar. Mit dem Einsatz dieser Endgeräte verstärkt sich auch in Sachen Internet-Zugang der Trend zur drahtlosen Kommunikation.

Der Ausdifferenzierung auf Client-Seite steht eine Homogenisierung auf Seite der Server gegenüber. Das frühere Nebeneinander dieser Welten weicht einer stärkeren gegenseitigen Öffnung und Leistungsannäherung. Für diese These spricht auch die schwindende Bedeutung der Midrange-Rechner.

Ebenfalls durch das Internet geprägt ist die neue Generation von Anwendungssoftware. Kein Office-Paket, das keine Browser-Anmutung hat oder ohne Web-Publishing-Werkzeuge auskommt. Was für den PC gilt, trifft auf kommerzielle Standardsoftware à la SAP in noch stärkerem Maße zu. Diese Art integrierter Anwendungspakete muss sich - wenn nicht schon geschehen - binnen kürzester Zeit an Prozesse anpassen, die sich durch Internet-Technologien drastisch verändert haben. Dazu zählen etwa das Lieferketten-Management über Unternehmensgrenzen hinaus oder der zentrale Einkauf via Web. Eine tragende Rolle dürfte das Netz der Netze auch bei der Fortentwicklung von Front-Office-Software spielen. Hier kann es beispielsweise dank Internet gelingen, Informationen quasi vom Entstehungszeitpunkt bis in die letzten Verästelungen einer Organisation zu verteilen und zu bearbeiten.

Das waren nur einige Beispiele für die verändernde Macht des Internet. Auf der CeBIT sind mit Sicherheit noch mehr zu finden.