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Die Marge der Zukunft

31.08.2007
Von Edmund Dägele
Für Händler wird das Geschäft der Zukunft in der modularen Zusammenstellung von PCs und Notebooks liegen. Edmund Dägele, Geschäftsführer des Speicherherstellers takeMS, erklärt, warum.

Notebooks haben Desktops in den Verkaufzahlen überholt. Während der Desktop-Absatz seit mehreren Jahren rückläufig ist, verzeichneten die mobilen Rechner hohe zweistellige Wachstumsraten. Dieser Trend wird in den nächsten Jahren weiter andauern.

Trotzdem reicht es jedoch nicht, eine Handvoll Fertig-Notebooks anzubieten. Zu gering sind wie bei Desktops die Margen. Gefragt sind individuelle Lösungen, die den speziellen Wünschen und Einsatzgebieten der Kunden gerecht werden.

Deshalb wird das Geschäft der Zukunft für Händler in der modularen Zusammenstellung von PCs und Notebooks liegen. Bisher gehen erst wenige Hersteller und Fachhändler auf Endkundenwünsche ein. Grund dafür ist, dass bei Notebooks im Gegenteil zu Desktops besondere Anforderungen an die Größe und Wärmeentwicklung der Komponenten zu beachten sind. Dies hat zur Folge, dass jeder Hersteller eigene Wege geht und komplexe Systemdesigns entwickelt, die nicht mit anderen Komponenten kompatibel sind.

Die Zukunft der Notebook-Komponenten

Speziell des Problems der individuellen Auswahl von Grafikkarten hat sich Chiphersteller Nvidia angenommen. MXM (Mobilde PCI Express Module) heißt das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Notebook-Herstellern und Nvidia. Dabei handelt es sich um eine konsistente Grafikschnittstelle für Notebook-Grafiklösungen auf PCI-Express-Basis. Mit dieser herstellerunabhängigen Schnittstelle lassen sich beliebige Grafikprozessoren ohne zusätzlichen Designaufwand in Notebooks und andere Mobilsysteme integrieren. Das wiederum ermöglicht kurze Entwicklungszyklen und voll ausgestattete Systeme, die immer auf dem neuesten Stand der Grafiktechnologie sind - genau das, was der Kunde will. Eine andere technische Komponente ist die etablierte Festplatte - noch! Flash-Speicher werden künftig nach und nach ihren Platz einnehmen.

Der Preisverfall bei Flash-Speichern macht diese rasche Verbreitung möglich. Die Lebensdauer einer normalen Festplatte liegt bei zirka 300.000 Stunden, das sind über 30 Jahre. Flash-Speicher halten zirka ein bis zwei Millionen Schreib-/Lese-Zyklen. Je nach Intensität der Beanspruchung können das mehr oder weniger Jahre sein. Zudem spricht man hier von einer Alterung des Flash-Speichers. Obwohl Flash-Speicher über eine kürzere Lebensdauer verfügen, überwiegen die wesentlichen Vorteile gegenüber herkömmlichen Festplatten, wie kürzere Zugriffszeiten, größere Robustheit und geringerer Stromverbrauch. Obwohl die neuen Datenspeicher um ein Vielfaches teurer sind als ihre Vorgänger, wird sich die Technologie in der Zukunft durchsetzen. Vermutlich werden bereits im Jahr 2009 rund 60 Prozent aller Notebooks auf die konventionelle Festplatte verzichten und eine Variante von Flash-Speicher verwenden. Als Grund für diesen Trend ist sicherlich der Preisverfall bei Flash-Chips zu nennen. War 2003 ein Gigabyte-Flashspeicher noch 100-mal teurer als ein Gigabyte-Festplattenspeicher, so hat sich dieses Verhältnis mittlerweile relativiert. Bis 2009 soll ein Flash-Speicher lediglich noch zwei- bis dreimal so viel kosten als eine vergleichbare traditionelle Festplatte. Dann würden die Vorteile der schnelleren und robusteren Speicher den Einbau von Flash-Speichern rechtfertigen.

Die Anforderungen an Notebooks wachsen

Vor allem die technischen Ansprüche an Notebooks werden immer höher. Viele Anwendungen werden gleichzeitig ausgeführt oder benötigen einen größeren Speicherplatz. Gerade aufwändige Grafikbearbeitungsprogramme und Spiele benötigen hohe Speicherkapazitäten.

Seit Anfang Juni 2007 gibt es Intels Notebook-Centrino-Plattformen der vierten Generation (Santa Rosa). Als Prozessoren kommen in diesen Systemen Dual-Core-CPUs mit einem Front Side Bus (FSB) von 800 MHz zum Einsatz. Dadurch können die mobilen Pendants der bei Desktops schon gängigen DDR2-800-Speicherriegel eingesetzt werden.

Schnellere Hardware benötigt aber auch mehr Speicher. Es gilt ebenso wie bei Desktops: Zwei Module sind besser als eines (Dual-Channel-Betrieb). Bis jetzt bieten erst wenige Hersteller Arbeitsspeicher für diese Centrino-Platform an. Unter anderem führt takeMS bereitsDDR2-800-SO-DIMMs-Speichermodule im Sortiment.

FSB 1.066 ist noch in der Entwicklung

Vermutlich wird die FSB-Technologie mit 1.066 MHz im Notebook-Segment nicht so schnell, wenn überhaupt, eingeführt werden. Zum einen ist die entsprechende CPU noch in der Entwicklung, zum anderen steht diese Technologie im Gegensatz zur Notebook-Philosophie. Die tragbaren Alleskönner werden immer kleiner und handlicher. Trotz ihres geringen Gewichts sollen sie in der Lage sein, stundenlang Höchstleistungen zu vollbringen, um danach einfach in einer kleinen Tasche zu verschwinden. 1.066 MHz benötigen viel Energie und setzen einen entsprechenden Akku voraus. Deshalb steht diese Technologie nicht im Mittelpunkt der Entwicklungen.

Vorteil DDR3

Die DDR3-Technologie bedeutet eine geringere Betriebsspannung von 1,5 V zu 1,8 V bei DDR2. Gerade bei Notebooks würde das in erster Linie geringere thermische Probleme durch eine geringere Leistungsaufnahme verursachen. Derzeit liegt die Leistungssteigerung allerdings nur bei maximal fünf Prozent. Der geringe Leistungszuwachs liegt an den relativ hohen Speichertimings/Latenzen der DDR3-Module. Die Verfügbarkeit für Desktops ist derzeit noch extrem schlecht und für Notebooks noch gar nicht gegeben. Erst zum Ende des Jahres wird diese Technologie im PC-Bereich etabliert sein und dann voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2008 in das Notebook-Segment Einzug halten.

Ob sich ein Wechsel zu DDR3-Arbeitsspeichern lohnt, bleibt dem Kunden überlassen, steht der geringen Leistungssteigerung doch ein stolzer Preis von rund 220 Euro für ein Gigabyte gegenüber. Zum Vergleich: Ein Ein-Gigabyte-DDR2-Speicherriegel ist schon für 40 bis 45 Euro zu haben.

Speicherpreise ziehen an

Seit der Talfahrt im ersten Halbjahr erholen sich die Speicherpreise wieder. Der Markt zeigt sich nach der Kaufzurückhaltung in den vergangenen drei Monaten wieder belebt. Durch die geringe Nachfrage gab es ein deutliches Überangebot, was zu einem harten Preiskampf führte. Nun wird wieder gekauft. Die Ursache für den leichten Preisanstieg sehen wir in der Einsicht und Einigkeit der Hersteller, den Preiskrieg zu stoppen. Die Grenze zu den Herstellungskosten ist bereits erreicht. Für die nächsten vier Wochen werden keine sprunghaften Preisveränderungen im täglichen Geschäft erwartet. Jedoch werden seit Juli die Kontraktpreise zwischen Herstellern und OEMs deutlich angepasst. Ab Mitte/Ende des dritten Quartals wird die Nachfrage im Modulspeichergeschäft weiter steigen und die Preise beleben.

Im Arbeitsspeichersegment werden DDR2 533 hauptsächlich nur noch in Projektgeschäften nachgefragt. Ansonsten wurden sie größtenteils durch DDR2 667 ersetzt, da es aufgrund der Preisgleichheit keinen Grund mehr gibt, auf DDR2 533 zu setzen. Die aktuelle Verfügbarkeit für DDR2 667 und DDR2 800 ist gegeben. Engpässe sind nicht in Sicht.

Tipp für den Händler

Um als Spezialist das Vertrauen der Kunden zu gewinnen, sollten Sie unbedingt auf die Qualität Ihres Produktangebotes achten. Zum Beispiel gewährt takeMS auf alle Arbeitsspeicher eine Garantie von zehn Jahren. Ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis gibt Ihren Kunden ein gutes Gefühl. Ebenso wichtig für eine gute Beratung sind Fachwissen und Ehrlichkeit. Deshalb: Fragen Sie den Kunden nach seinen Bedürfnissen und seinen Anforderungen an sein Notebook. Nicht immer ist die neueste Technologie das Beste für den Kunden - sowohl im Hinblick auf die Brieftasche als auch auf sein Anforderungsprofil. Fühlt sich der Kunde von Ihnen verstanden und gut beraten, und ist er zudem überzeugt, ein "gutes Geschäft" gemacht zu haben, wird er Ihr Kunde bleiben. BB