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25.11.1977 - 

Vierter Europäischer Mikrofilmkongreß in Wien:

Die Marktleader verkniffen sich die Teilnahme

WIEN (uk) - Weder das "Schaufenster nach Osten"-Argument noch der Charme der Kongreßstadt Wien konnte die Mikrofilmindustrie nach Österreich locken. So fand der 4. EMK, die wichtigste Veranstaltung der Branche, ohne die drei Marktführer Agfa, Kodak sowie 3M statt. Zudem waren gegenüber dem 3. EMK nur halb so viele Aussteller 1 vertreten. Waren die Hersteller nicht bereit, sich die hohen Kosten für dicht aufeinander folgende Kongresse und Ausstellungen aufzubürden und so die Courage der "mutigen österreichischen Mikrofilmfachleute" zu honorieren? "Jetzt-erst-recht"-Reaktion beim Veranstalter: "Wir zeigen eine Übersicht des internationalen Angebots", spielt EMK-Generalsekretär Karl Bodner das Nichterscheinen der Marktleader herunter.

Als im Jahre 1972 beschlossen wurde, Europäische Mikrofilmkongresse abzuhalten, gingen die Veranstalter (der AWV-Ausschuß für wirtschaftliche Verwaltung in Wirtschaft und öffentlicher Hand sowie der Fotoindustrieverband) davon aus, daß der Begriff "Europäisch" auf die Teilnehmer zu beziehen sei, da sich kaum andere Länder bereit finden würden, einen Mikrofilmkongreß dieser Art auszurichten. "Um so bemerkenswerter war daher der Entschluß einiger mutiger Mikrofilmfachleute in Österreich, einen Mikrofilmkongreß zu veranstalten", begrüßte Otto Ladner, Vorsitzender des Fachausschusses Mikrofilm im AWV, die überraschende Initiative der österreichischen Vereinigung für die Mikrografische Datenverarbeitung "Mikrodat". Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Wien haben die Mikrodat-Mitglieder von Bundes- und Landesbehörden und aus der Privatwirtschaft den 4. EMK in Wien organisiert, um - so Kongreß-Generalsekretär Karl Bodner vom Magistrat der Stadt Wien - "Interessenten in die wesentlichen Anwendungsbereiche hinzufahren und einen internationalen Erfahrungsaustausch der Hersteller, Dienstleistungsbetriebe und Anwender herbeizuführen". Durch die geographische Lage sieht Bodner gegenüber deutschen Kongreßstädten sogar einen Vorteil: "Wir können neben westeuropäischen Besuchern auch zahlreiche Vertreter aus Behörden und der Wirtschaft Europäischer Staaten in Wien begrüßen. So treffen wir hier auf dem EMK Vertreter aus der DDR Jugoslawien, CSSR, Polen und Ungarn."