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24.06.2005

Die meisten Supercomputer rechnen mit Intel-Chips

IBM hat bei den leistungsstärksten Rechenanlagen die Nase vorn.

Auf der International Supercomputing Conference 2005 (ISC) in Mannheim wurde zum 25. Mal die Liste der 500 leistungsstärksten Supercomputer veröffentlicht. Die halbjährlich aktualisierte Hitliste erstellt die Universität Mannheim in Kooperation mit der University of Tennessee und dem National Energy Research Scientific Computing Center des US-Energieministeriums. Das Ranking erfolgt danach, welchen Wert die Maschinen beim Linpack Fortran Benchmark erreichen, gemessen in der Anzahl der ausgeführten Fließkommaberechnungen in der Sekunde (Flops).

IBM stellt mit dem "Blue Gene/ L-System" erneut den schnellsten Rechner der Welt. Er ist am Lawrence Livermore National Laboratory im kalifornischen Livermore installiert ist und bringt es auf eine Leistung von 136,8 Teraflops, das sind 136,8 Billionen Berechnungen in der Sekunde. Das System arbeitet mit 32768 CPUs vom Typ "Power-PC 400", die jeweils über zwei Rechenkerne verfügen und mit 700 Megahertz getaktet sind. Der Supercomputer lag schon in der Liste vom Herbst 2004 an der Spitze, obwohl er damals nur halb so groß war.

Das verdeutlicht, welche Leistungssprünge die Anlagen derzeit schaffen. Das jetzige Schlusslicht der Liste, eine "Cray T3E 1200" mit 1900 Prozessoren und einer Leistung von 1,17 Teraflops, hätte im Herbst 2004 auf Rang 299 und im Jahr 2000 auf dem fünften Platz gelegen.

Die Nummer zwei der Liste ist ein Blue-Gene-System mit einer Rechenleistung von 91,2 Teraflops. Mit dem "Columbia"-Cluster liegt ein Itanium-basierendes System auf Platz drei. SGI hat es am Ames Research Center der Nasa installiert. Es arbeitet mit 10 160 Prozessoren und bringt es auf 51,87 Teraflops. Der jahrelange Spitzenreiter "Earth Simulator", ein Vektorrechner von NEC, liegt mit 35,9 Teraflops nur mehr auf dem vierten Platz.

"Mare Nostrum" ist der erste Europäer unter den Top 500. Das System steht in Barcelona und bringt es auf 27,91 Teraflops. IBM hat es aus 2400 Blade-Servern "JS20" aufgebaut. Obwohl sich IBM mit einigen Power-PC-Systemen die vorderen Plätze sichern konnte, hält der Siegeszug von Intel-basierenden Supercomputern an: 333 der 500 Anlagen arbeiten damit, 77 mit Power-PCs, 36 mit HPs "PA-Risc"-CPUs und 25 mit AMD-Prozessoren. Mehr als zwei Drittel der Supercomputer nutzen Linux als Betriebssystem (kk)