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27.05.1994

Die Microsoft-Aktie profitiert von indexorientierten Anlegern

Technologieaktien bleiben in der Wall Street unter Druck. Obwohl sich nach der Entspannung an den US-Zinsmaerkten auch die New Yorker Boerse wieder zu erholen begann, kam es bei einer Reihe von Dividendenpapieren im Technologiebereich zu weiteren erheblichen Einbussen. So verloren Intel zwei, Oracle vier und Cisco Systems 20 Prozent ihres Wertes.

Im Kurs zulegen konnte dagegen die Microsoft-Aktie. Dies duerfte im Zusammenhang mit der Aufnahme des Titels in den marktbreiten US- Aktienindex Standard & Poors 500 stehen. Microsoft ersetzt in diesem Index die von Hofmann LaRoche uebernommene Syntex.

In den USA werden zur Zeit 40 sogenannte Indexfonds angeboten. Diese Anlagefonds positionieren sich gegenueber dem Anleger als Spiegelbild des Aktienmarktes. Wer also die Wall-Street- Entwicklung insgesamt kaufen will, kauft einen Indexfonds. Die Analysten von Standard & Poors schaetzen, dass in den USA insgesamt 250 Milliarden Dollar indexgewichtet angelegt werden. Die relative Staerke von Microsoft gegenueber anderen Technologiewerten duerfte deshalb von der erstmaligen Nachfrage indexorientierter Fonds hervorgerufen worden sein.

Die Microsoft-Gewinnentwicklung im dritten Quartal des am 30. Juni endenden Geschaeftsjahres war durch den ausserordentlichen Aufwand der Schadensersatzleistung an Stac Electronics beeintraechtigt. 80 Millionen der 120 Millionen Dollar, die Microsoft infolge des verlorenen Patentrechtsstreits bezahlen musste, wurden im dritten Quartal geleistet. Der Gewinn je Aktie fiel deshalb mit 84 Cents niedriger aus als erwartet.

Insgesamt duerfte Microsoft im laufenden Jahr 3,5 bis 3,7 Dollar je Aktie verdienen. Fuer das am 1. Juli beginnende Geschaeftsjahr schaetzen die Analysten von Goldman Sachs ein Gewinnwachstum von gut 20 Prozent auf knapp 4,5 Dollar je Aktie. Der Titel waere damit mit dem 22-fachen des fuer das kommende Geschaeftsjahr erwarteten Gewinns bewertet. Den Umsatzschaetzungen fuer diesen Zeitraum (5,3 Milliarden Dollar) steht eine Boersenbewertung von knapp 30 Milliarden Dollar gegenueber. Ein stolzes Verhaeltnis, das nur bei anhaltend hohem Umsatz- und Ertragswachstum aufrechterhalten werden kann.