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15.10.2007 - 

Stimme auf dem Handel

Die mit der Lizenz zum Abzocken

Karl-Erich Weber, Jahrgang 1959, ist Kaufmann, Autor, freier Journalist und Redakteur. Hauptberuflich seit 1991 mit ITK und Unterhaltungselektronik befasst, schreibt er seit 1998 für unsere Redaktion. Seine ITK-Lieblingsthemen sind die News, Analysen und Projektionen aus Wirtschaft, Markt und Fachhandel sowie die Hersteller mit ihren Produkten. Zudem bloggt, kritisiert und kommentiert er leidenschaftlich Medien und Politik. 

Haben Sie in letzter Zeit davon gehört, dass große Unternehmen abgemahnt worden sind? Die Kaufhof-Metro-Gruppe beispielsweise wegen irreführender Werbung, Falschaussagen in Prospekten? Nein, denn die machen alles richtig und wir Kleinen alles falsch.

Die haben nämlich das Geld, um eine Armada von Staranwälten zu beschäftigen und wir gerade so viel, um die nächste Miete zu überweisen! Nicht nur, dass wir Händler bei einem Internetshop immer das doppelte alleinige Risiko gegenüber Endkunden und Lieferanten zu tragen haben, jetzt fallen auch noch die Jura-Studienabgänger als selbsternannte pseudojuristische Hilfspolizisten über die Minishops der Tante-Emma-Computerläden her.

Mit Abmahnungen reich werden will in Deutschland nämlich nicht nur einer, sondern Tausende Trittbrettfahrer, die ihr Gewissen mit Beginn der Juristerei im Stahlschrank abgelegt haben. Dass hier bewusst kleine und mittlere Unternehmen herausgepickt werden ist offensichtlich. Hier ist am wenigsten Widerstand zu erwarten, sind Kenntnisse zumeist nur rudimentär vorhanden und die Anwaltskosten oft genauso hoch wie die Abmahngebühr. Sicher kein Zufall.

Im Privatkundenbereich tummeln sich ähnlich kriminell orientierte Rechtsverdreher. Sie greifen IP-Nummern auf Schülerseiten ab und verschicken danach Gebührenrechnungen für angebliche Dienstleistungen. Viel zu viele Eltern zahlen. Da ist nicht nur Justitia blind, sondern ihr versammeltes Fußvolk von der Staatsanwaltschaft bis zur polizeilichen Ermittlung. Aber eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, ob das nun Ärzte, Anwälte, Ingenieurbüros oder Polizisten sind.

Mein Fazit: Das, was IBM einst mit seinen Werbespots für den Internet-handel propagiert hat, machen der konzernhörige Staat und sein marodes Rechtssystem für die KMUs wieder kaputt! Keiner verkauft weltweit Olivenöl ohne Anwälte!

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.