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02.02.2001 - 

IT-Akademie setzt auf Beratung der personalsuchenden Unternehmen

Die Mitarbeiter müssen rekrutiert, vermittelt und trainiert werden

Wenn Unternehmen Personal suchen, legen sie zuerst ein Anforderungsprofil für die Stelle fest. Wenn der Mitarbeiter sich jedoch nicht finden lässt, ist guter Rat teuer - und das Warten, besonders auf hochqualifizierte Bewerber, ist es auch. Dem will jetzt die "Spezialisten Qualifizierung in innovativen Technologien" (Sqit) als eine Kombination von IT-Akademie und Personalberatung abhelfen. Von Gabriele Müller*

Sqit ist eine Ausgründung des Multimedia Support Center (msc) in Köln, einem der ersten Business-Inkubatoren für junge Unternehmen im Internet-Umfeld. Nach Beratung und Coaching durch das msc stellte sich jungen Gründern oft die Frage nach dem passenden Personal - einer der Ansatzpunkte für die junge IT-Akademie. Denn die soll nicht nur für alle personalsuchenden Firmen offen stehen, sondern auch für die, die ihre eigenen Mitarbeiter schulen wollen. Dazu setzen die Kölner auf unterschiedliche Strategien: Mit Hochschul-Marketing und Recruiting-Veranstaltungen sollen in den Hörsälen interessante Bewerber für das suchende Unternehmen gefunden werden. Die können nach ihrem Studium als Trainee über Sqit fachlich so qualifiziert werden, dass sie schnellstmöglichst in den Firmen einsetzbar sind.

Fit werden für die PraxisSqit-Manager Thomas Klemme setzt auf Partner wie Cisco, Oracle, Sun Microsystems oder auch die Industrie- und Handelskammer zu Köln, die jedes Ausbildungsmodul nach Prüfung zertifizieren. "Trainings setzen wir zum Beispiel mit der IHK für den Schwerpunkt IT-Spezialist Internet/Intranet oder Hochverfügbarkeitssysteme um", erläutert Klemme. Drei Monate werden die Hochschulabgänger oder Praktiker mit mindestens zwei- bis dreijähriger Berufserfahrung bei Sqit fit gemacht, dann dürfen sie in der Praxis ihr Können beweisen.

Wer zu diesem Programm zugelassen werden will, muss anspruchsvolle Eingangstests überstehen. Schließlich warten beim Thema Internet fünf Ausbildungsmodule, darunter Systemadministration, Netzwerktechnik oder Java-Softwareentwicklung mit den entsprechenden Tests auf die Teilnehmer. Bei Hochverfügbarkeitssystemen geht es dagegen um Datensicherheit oder parallele Datenbanken. Beide Gruppen haben nach erfolgreichem Abschluss nicht nur ein Zertifikat der IHK Köln, sondern auch den Arbeitsvertrag in der Tasche - schon bevor das Training startet. Der künftige Arbeitgeber finanziert die Maßnahme als Investition in den neuen Mitarbeiter.

"Was für die Anwerbung von außen gilt, lässt sich erst recht mit bestehendem Personal umsetzen", ist Klemme überzeugt. Individuell auf Unternehmensbelange zugeschnitten, lassen sich auch hier Lehrgangsteilnehmer rekrutieren und die entsprechenden Qualifizierungskurse entwickeln. Zum Beispiel dann, wenn ein Sqit-Kunde in neuen Geschäftsbereichen aktiv wird und eine andere Infrastruktur plant. Dann werden entweder bewährte Mitarbeiter ausgewählt oder neue gesucht und auf die geänderten Anforderungen vorbereitet sowie entsprechend qualifiziert.

"Nach dem Rekrutieren, Vermitteln und Trainieren übernehmen wir auch die weitere Begleitung", zählt Klemme das letzte Glied in der Kette auf. So will Sqit für die Integration in das neue Arbeitsumfeld sorgen, Feedback-Gespräche führen und für weitere Personalentwicklungsmaßnahmen sorgen.

*Gabriele Müller ist freie Journalistin in Wuppertal.