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27.04.2001 - 

Neuer Chef für B-to-B-Marktplatz der Automobilindustrie

Die monatelange Suche von Covisint hat ein Ende

MÜNCHEN (CW) - Die Automobilindustrie wundert sich über die Entscheidung der InternetHandelsplattform Covisint: In die Position des CEO wurde nach langer Suche Kevin English (48) berufen.

Die Autohersteller-Handelsplattform Covisint - ein Joint Venture von General Motors, Daimler-Chrysler, Renault und Nissan - hat nun nach monatelanger Suche die Führungsriege vervollständigt: Ab 1. Mai 2001 zeichnet English als Chief Executive Officer(CEO) für den Internet-Marktplatz verantwortlich.

Wie bekannt wurde, war English nicht Covisints erste Wahl. Mindestens drei Vorstandsvorsitzende anderer Firmen haben das Jobangebot abgelehnt, darunter auch der ehemalige Oracle-Chef Ray Lane, der sich vergangenen Sommer an der Gründung des B-to-B-Marktplatzes beteiligte.

English zeichnete seit 1999 im Vorstand der Investment-Bank Credit Suisse First Boston als Managing Director für den Bereich E-Commerce verantwortlich. Davor war er Chairman und CEO des Internet-Finanzinformationsdienstes Thestreet.com, wo er laut Arbeitsvertrag eigentlich bis 2003 bleiben sollte. Die Dotcom-Krise hielt aber auch hier Einzug und forderte zahlreiche Entlassungen, weshalb English vorzeitig das Handtuch warf.

Branchenkenner wundern sich, dass kein sachkundiger Manager aus der Automobilbranche für die Position gewählt wurde. "Ich hätte erwartet, dass sie wenigstens jemand mit Supply-Chain-Erfahrung nehmen", so Rick Carman, Analyst beim Beratungsunternehmen Dechert-Hampe.

Richard D''Aveni, Professor für strategisches Management am Dartmouth College in New Hampshire, glaubt die Antwort zu kennen: "Damit Covisint funktioniert, brauchen sie jemanden, der den Herstellern gegenüber unparteiisch agiert." Allerdings vermisst auch er bei English Erfahrung in einer Branche, die mit physisch vorhandenen Gütern handelt: Das Handelsobjekt der Wallstreet, wo English in den letzten Jahren tätig war, sei Papier; nichts müsse geliefert werden, alle Geschäfte liefen im Back-Office ab. "Das ist eine vollkommen andere Situation als bei der rechtzeitigen Zulieferung von Autoteilen für zeitgenaue Produktion", kritisiert der Professor.