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15.06.1990 - 

Comdex mit Mehrprozessor-PCs, Sun-Clone und schnellen Laptops

Die Multiprozessor-Systeme sind jetzt auf dem Vormarsch

ATLANTA (IDG) - Auf der amerikanischen Computermesse Comdex konnte der Besucher den Trend der PC-Branche hin zu Mehrprozessor-Systemen verfolgen. Auch in der Laptop-Szene lautet die Devise "Mehr CPU-Power".

Was sich im vergangenen Jahr mit Compaqs Zweiprozessor-Rechner "Systempro" und vorher schon mit Zeniths Mehrprozessor-Modell 1000 angedeutet hatte, entwickelt sich zunehmend zum Trend: Um die Leistungsfähigkeit ihrer Produkte zu erhöhen, scheint für die PC-Hersteller der einzige Weg zu Mehrprozessor-Lösungen hinzuführen. Auf der Comdex bot die Branche Rechner an, die mit zwei bis zu sechs Zentraleinheiten ausrüstet werden können.

AT&T präsentiert ihre "Star Server E"-Rechnerfamilie. Mit maximal vier 33-MHz-Intel-Boards auf Basis des 486-Prozessors sollen diese Rechner annähernd 60 MIPS Gesamt-CPU-Leistung schaffen. Das entspräche der Hälfte des Wertes, den IBMs 3090/600-Mainframe - bezogen auf die reine Rechenleistung - erbringt.

Um die Multiprozessor-Eigenschaften zu nutzen, wird AT&T die Multiprozessor-Umgebungen unterstützende Version 2 ihres Unix-Betriebssystems System V, Version 4, vorstellen.

Die Rechner verwenden das EISA-Bios von Phoenix Technologies und unterstützen zwölf Erweiterungskarten, etwa für SCSI- oder IPI-Peripheriegeräte.

Konfigurationen mit acht MB Arbeitsspeicher und einer 300-MB-Festplatte werden zu Preisen geliefert, die bei 27 500 Dollar beginnen. Das Betriebssystem kostet weitere 4500 Dollar zuzüglich einer Lizenzgebühr pro CPU von 1000 Dollar. Wann die Rechner verfügbar sind, war bei AT&T nicht in Erfahrung zu bringen.

Auch Advanced Logic Research (ALR) setzt in ihrer "Multiaccess Series 3000"- Rechnern den 486-Chip von Intel ein. Bis zu sechs dieser Prozessoren lassen sich sowohl in der 25- als auch 33-MHz-Version kombinieren. ALR fährt im Gegensatz zu AT&T die Multiprozessor-Unix-Software von SCO. Die Preise beginnen bei 16 000 Dollar, ab dem vierten Quartal 1990 will das Unternehmen ausliefern.

Auch Everex, Arche, Acer, Sun Moon Star und Tatung starten mit Hochleistungssystemen durch: Alle bieten 486-Systeme mit 33 MHz Taktrate an. Bei diesen Maschinen handelt es sich jedoch noch um Monoprozessor-PCs.

Die Tatung Co. of America lüftete außerdem den Schleier über ihrer Sparc-kompatiblen "Varstation I". Der Rechner soll direkt gegen Suns Sparcstation 330 konkurrieren. Das Unternehmen gab zwar keine genauen Preise für den im dritten Quartal zur Auslieferung kommenden Sun-Clone bekannt. Da man aber einen Preisvorteil von 25 Prozent versprach, würde eine mit einer 600-MB-Festplatte und 20-Zoll-Farbmonitor ausgestattete Varstation I etwa 26 000 Dollar kosten.

Auch bei tragbaren Rechnern setzen Hersteller auf hohe Leistung: Sharp, Altima Systems, Acer und Micronics Computers Inc. wollen mit 386SX-Systemen Käufer ködern. Alle können bei ihren Monitoren mittlerweile auf die VGA-Norm verweisen.