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30.03.2001 - 

Sun hofft auf ein Ende der Konjunkturschwäche

"Die Nachfrage unterschätzt"

Mit Steve Campbell, Director Enterprise Systems Product Marketing bei Sun Microsystems, sprach CW-Redakteur Wolfgang Herrmann.

CW: Die US-Konjunktur befindet sich auf Talfahrt, viele Unternehmen halten sich mit größeren Investitionen zurück. Welche Auswirkungen auf das Server-Geschäft spürt Sun?

Campbell: Die Konjunkturabschwächung wurde vor allem in den Medien stark hervorgehoben. Ich glaube, der Zeitpunkt für eine große Produktankündigung ist derzeit sehr günstig; die Prognosen deuten darauf hin, dass sich die Wirtschaft sehr schnell wieder erholen wird. Und dann werden wir gut positioniert sein, um Marktanteile hinzuzugewinnen.

CW: In den letzten Monaten sah es nicht danach aus. Es gab eine Reihe von Verzögerungen bei den Ultrasparc-III-Prozessoren und damit verbunden Lieferschwierigkeiten bei einigen neuen Rechnern. Was waren die Gründe?

Campbell: Zuallererst ist hier anzumerken, dass unsere Konkurrenten eine breit angelegte Kampagne initiiert haben, um Unsicherheit und Zweifel bezüglich der Ultrasparc-III-Prozessoren und Sun zu erzeugen.

CW: Wollen Sie damit sagen, das waren alles nur Gerüchte Ihrer Konkurrenten?

Campbell: Es gab eine sehr große Nachfrage nach Produkten aus unserer Lowend-Linie. Daraus lässt sich aber nicht folgern, dass wir nicht liefern können. Für uns kam es überraschend, dass die Nachfrage trotz des Konjunkturabschwungs so hoch war; wir hatten mit weniger gerechnet. Die neuen Server sind ab sofort lieferbar.

CW: Sun hat bereits mehrere Midrange-Linien im Portfolio, die vorerst weiter angeboten werden sollen. Auch Merkmale wie redundante Komponenten, Partitionierung oder Clustering sind zum Teil schon erhältlich. Wo liegen die Unterschiede zu den neuen Systemen?

Campbell: Im Midrange-Segment konnten wir bisher noch keine Partitionierungs-Funktionen anbieten. Diese waren dem Highend-Modell "Enterprise 10000" vorbehalten. Wir setzen solche und andere Merkmale nun auch in den kleineren Systemen ein. Wichtig für Besitzer älterer Server ist, dass sie aufgrund der garantierten Binärkompatibilität auf einfache Weise auf ein leistungsstärkeres System migrieren können. Unternehmen, die ein Rechenzentrum betreiben, tauschen in der Regel nicht die gesamte Infrastruktur auf einen Schlag aus, sondern gehen eine Migration schrittweise an. Deshalb ist es wichtig, dass Ultrasparc-II- und Ultrasparc-III-Systeme koexistieren können.

CW: Lassen sich beide Prozessorgenerationen nebeneinander in einer Maschine einsetzen?

Campbell: Nein, in den neuen Servern ist es aber möglich, aktuelle und künftige Generationen der Ultrasparc-III-Chips zu mischen.

CW: Ultrasparc-II-CPUs sind in den Sun-Fire-Servern demnach nicht mehr verwendbar.

Campbell: Nein. Die Ultrasparc-II-Architektur ist nicht steckerkompatibel zu Ultrasparc III, wohl aber binärkompatibel.