Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

04.10.2006

Die neuen Regeln der Netzwerkökonomie

Anja Dilk
In Deutschland gelten Patchwork-Karrieren noch als Ausnahme. Doch Mitarbeiter werden sich auf wechselnde Jobs, Druck durch den nächsten Abgabetermin und Arbeiten in virtuellen Teams einstellen müssen, so der dänische Zukunftsforscher Johan Peter Paludan im CW-Interview.

CW: Herr Paludan, als Direktor des Copenhagen Institute for Futures Studies haben Sie sich intensiv mit dem Wandel der Arbeitswelt beschäftigt. Was steht uns bevor?

Hier lesen Sie...

  • wie sich die Arbeitsbedingungen in den nächsten Jahren verändern werden;

  • warum Unternehmen auch in Zukunft nicht nur auf Freiberufler setzen können;

  • wo virtuelle Teamarbeit an ihre Grenzen stößt.

PALUDAN: Zeitmangel. Immer weniger Menschen arbeiten im Korsett festgelegter Arbeitsstunden. Sie erledigen einen Job nach dem nächsten und haben für jeden eine Deadline. Während früher der Arbeitgeber ihre Zeit organisierte und ihnen die Aufgaben zuwies, müssen sie heute ihre Arbeitszeit selbst verwalten.

CW: Das heißt, eine Form von Arbeit wird künftig Alltag werden, für die es bei uns keine Tradition gibt.

Johan Peter Paludan

ist Direktor des Copenhagen Institute for Futures Studies und Experte für Zukunftsforschung, spezialisiert auf die Themen Arbeitsmarkt, Bildung und soziale Entwicklungen. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören: “The Nordic Welfare State” und “The Strategy of Corporations: the most likely Future and the wilder Alternatives.” Mehr Informationen zu Paludan und sein Institut finden sich unter www.cifs.dk.

PALUDAN: Ja, und genau das ist problematisch. Denn wir haben nicht gelernt, so zu arbeiten. Diese Form von Arbeit hat kein formales Ende mehr - außer einer Deadline. Die Folge: Wir könnten ständig arbeiten, wir könnten unsere Arbeit immer noch besser erledigen. Das produziert ein permanent schlechtes Gewissen. Obendrein haben wir nicht mehr genug Zeit für unsere Familie, was uns zusätzlich unzufrieden macht. Zerrissen zwischen beidem drehen wir uns schneller und schneller im Hamsterrad - und scheitern. Der Stresspegel steigt. Infolge dieser Entwicklungen werden Arbeitsverhältnisse zunehmend virtuell, weil die Menschen hoffen, über Distance Working alles unter einen Hut bringen zu können.

Newsletter 'Business-Tipps' bestellen!

Inhalt dieses Artikels