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23.02.2001 - 

Langzeitstudie der Universität von Texas

Die New Economy muss noch ein bisschen üben

MÜNCHEN (CW) - Dem großen Dotcom-Sterben zum Trotz bietet der neueste Teil einer Langzeitstudie der Universität von Texas nach wie vor Grund zum Optimismus: Die Internet-Industrie wuchs allein im vergangenen Jahr um 58 Prozent an und ist damit zu einem bedeutenden Faktor der amerikanischen Wirtschaft geworden.

Die Untersuchung des Center for Research in Electronic Commerce an der Universität von Texas in Austin liefern zum Teil aufschlussreiche Zahlen. So sind derzeit zirka 3,1 Millionen Angestellte in der amerikanischen Internet-Industrie beschäftigt, die bereits zur Jahresmitte 2000 einen Umsatz von 1700 Milliarden Mark erwirtschaftet hatten. Der Anteil am US-Bruttosozialprodukt beträgt dadurch zwei Prozent. Die Tendenz ist weiterhin steigend. Ein weiteres Ergebnis: Es werden weiterhin zahlreiche Dotcoms sterben. Da aber der Anteil dieser Firmen an der Internet-Wirtschaft lediglich zehn Prozent beträgt, sehen die Texaner keine große Gefährdung des Gesamtwachstums. Das Wachstum resultiert dagegen vermehrt aus dem Engagement der Old Economy im E-Business.

E-Geschäftsmodelle stoßen nicht immer auf fruchtbaren Boden

Die Texaner untersuchten zur Untermauerung ihrer Zahlen hauptsächlich drei Faktoren. Zunächst wurden so genannte E-Business Drivers, das heißt die Entwicklung vorantreibende Faktoren wie Investitionen in Netztechnologien unter die Lupe genommen. Dann wurden messbare operationale Kennziffern wie der Online-Umsatz oder Einnahmen pro Mitarbeiter untersucht.

Problematisch ist besonders der erste Punkt, da die damit verbundenen großen finanziellen Aufwendungen von etlichen Firmen nur schwer verkraftet werden.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für den finanziellen Erfolg ist das Interesse der Kunden, Neuerungen im Bereich des E-Business zu unterstützen. Allerdings meinen derzeit noch mehr als 50 Prozent der befragten Companys, dass ihre Klientel nur wenig Neigung zu Online-Geschäften hat. Diesen mangelnden Interesse wird aber auch von der Verkaufsseite nur wenig entgegen gesetzt. Lediglich ein Drittel der Anbieter hat personalisierte Inhalte und individuelle Anpassungen zugunsten der Kunden im Programm. Selbst Online-Bestellungen sind bisher nur bei 45 Prozent der befragten Unternehmen möglich.

Noch verheerender sind die Auswirkungen auf der anderen Seite der Wertschöpfungskette. Denn zirka 80 Prozent aller Companys hat keinerlei Möglichkeiten für Online-Transaktionen mit ihren Zulieferern. Bei zirka 70 Prozent der Unternehmen gibt es kaum Prozesse zum Austausch von Entwicklungsplänen.