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18.11.1994

Die Nische verteidigen EIS-Spezialisten formieren sich gegen Datahouse-Haendler

MUENCHEN (IDG) - Eine Handvoll Datenbankanbieter, die auf Executive Information Systems (EIS) spezialisiert sind, sagen den Grossen der Branche, Oracle, Sybase und Informix, den Kampf an. Um sich besser gegen deren Vordringen in den Markt des Data- und Information- Warehousing behaupten zu koennen, gruendeten die Betroffenen das OLAP-Konsortium (OLAP = On-Line Analytical Processing).

OLAP-Produkte dienen dazu, komplexe netzweite Abfragen entweder in Verbindung mit einer ohnehin existenten relationalen Datenbank oder ueber eine eigens dafuer vorgesehene schnell und flexibel zu verarbeiten. Dabei benutzen OLAP-Systeme ein flexibleres Format zum Ablegen der Daten, so dass sie bei komplexen Berechnungen und grossen Datenmengen leistungsfaehiger sind als die herkoemmlichen relationalen Datenbanken.

Die OLAP-Mitglieder wie die Arbor Software Inc. oder die Comshare Corp. befuerchten offensichtlich, dass die Anbieter relationaler Datenbanken dieses Terrain erobern koennten. Amerikanische Analysten bestaetigen den Trend. Die Anwender allerdings sehen in den Anpassungen der relationalen Datenbanken an OLAP-Anforderungen geradezu eine Notwendigkeit.

"Wir sind die relationalen Datenbanken leid, die uns dazu zwingen, zeichenbasierte Daten in 25 verschiedenen Character-Segmenten zu speichern", zitiert die CW-Schwesterpublikation "Network World" etwa Dave Malone, Systemintegrator bei Canadian Utilities Services in Edminton, Alberta.

Tatsaechlich propagieren die grossen Datenbankanbieter Oracle, Informix und Sybase eigene Warehousing-Konzepte. So wird "System 11" nach Ankuendigungen der Sybase Inc. flexibler auf abwechselnde Belastungen durch Bedarf an grossen und kleinen Datenmengen reagieren koennen. "Eigentlich ist der SQL Server fuer das Online Transaction Processing (OLTP) konzipiert worden", kommentiert Berl Hartmann, Vice-President of Product Marketing. "Nun erwarten die Leute jedoch unternehmensweite Integration und Features zur Entscheidungsunterstuetzung. Das bedeutet, schnelle und langwierige Transaktionen muessen gemischt werden."

Um das leisten zu koennen, muessen die Datenbank-Management-Systeme schneller werden und groessere Datenmengen verarbeiten koennen. Sowohl Oracle als auch Informix und Sybase setzen dabei auf die Parallelverarbeitung. Darueber hinaus will Sybase, so die "Computerworld", das Innere der Datenbank weiter offenlegen als bisher. Entwickler sollen einige SQL-Statements direkt manipulieren koennen, um speziell ihre EIS-Applikationen schneller zu machen.

Ausserdem beabsichtigt der Hersteller, sogenannte "dirty reads" zuzulassen; auch Daten, die formal nicht korrekt in der Datenbank eingetragen wurden, werden damit lesbar. Die Technik verspricht eine flexiblere, raschere Verarbeitung der Anfragen.