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Meinung


18.02.1994 - 

Die Objektorientierung hochgejubelt

In den letzten Ausgaben der CW wird die Objektorientierung hochgejubelt und als Loesung der Softwarekrise apostrophiert.

Unsere jetzt einjaehrige Erfahrung mit C++ hat folgende Nachteile ergeben, die ich hier herausstellen moechte:

1. Die objektorientierte Programmierung mit C++ erfordert im Gegensatz zu herkoemmlichen 3GL-Sprachen eine wesentlich laengere Einarbeitungszeit.

2. Die vorhandenen Klassenbibliotheken stellen eine breite und komplexe Software-Schnittstelle dar, die entsprechend viel Zeit zu ihrer Beherrschung erfordert.

3. Der Programmierer muss sich in C++ wie in C um die ordnungsgemaesse Adressierung kuemmern. Dies ist eine grosse Fehlerquelle; die gleichzeitige Verwendung von Klassenbibliotheken macht das Debuggen noch schwieriger.

4. Die fehlenden standardisierten Sprachelemente fuer String- Verarbeitung und File-Handling erfordern eigenen Entwicklungsaufwand.

Daher fordern wir von den Compiler- und Klassenbibliotheksanbietern, diesen Nachteilen Rechnung zu tragen, damit die Vorteile der Objektorientierung nicht von Trivialproblemen aufgefressen werden.

Trutz-Ulrich Stephani, TU-Software GmbH, Erding bei Muenchen