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19.02.1993 - 

Interesse an OSF/1 hat nachgelassen

Die OSF konzentriert sich ganz auf ihre Middleware-Produkte

Die Herstellerorganisation hat sich groessere Professionalitaet und Marktorientierung auf ihre Fahnen geschrieben. So will sich der Aufsichtsrat bis Ende des Monats auf eine neue Finanzierungsform fuer die 50-Millionen-Dollar-Gesellschaft einigen, die voraussichtlich von 1994 an greifen wird. Eine schlankere Organisation soll gewaehrleisten, dass die OSF-Produkte kuenftig schneller am Markt zu haben sind.

Den Schwerpunkt des gesamten OSF-Geschaefts sollen die Middleware- Produkte Distributed Computing Environment (DCE) und Distributed Management Environment (DME) bilden. Gemeinsam mit der grafischen Benutzeroberflaeche Motif gehoeren diese Produkte jetzt zum Verantwortungsbereich von Vice-President Jeanette Horan. Zu einer Unit zusammengeschweisst, sollen die DME- und die DCE-Gruppe fuer eine bessere Integration der beiden Produktwelten sorgen.

Die Stelle des Chief Operating Officer (COO), die vor wenigen Monaten erstmals besetzt wurde, hat das OSF-Management ersatzlos gestrichen.

Ex-COO Gary Bard bekleidet wieder dieselbe Funktion wie zuvor: Er richtet im OSF-Hauptquartier ein "Multivendor Interoperability Laboritory" ein. Der Vorsitzende des OSF-Aufsichtsrats und IBM- Manager Mike Saranga nannte die Einfuehrung des COO-Postens einen Fehler. Die Aufhebung bedeute nicht, dass an den Qualitaeten Bards gezweifelt werde.

Nachdem bei den Betriebssystemen der Siegeszug von Unix V.4 kaum noch aufzuhalten ist, schenkt die OSF diesem Bereich nur noch ein Viertel ihrer Aufmerksamkeit - und ihrer Mittel. Entwickler und Marketiers des Betriebssystems werden kuenftig an Vice-President Roger Gourd berichten. Fuer den Mikrokernel-Bereich bleibt Ira Goldstein, Vice-President des OSF Research Institute, verantwortlich.