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12.07.2002 - 

Boom in Osteuropa, China und Nordafrika erwartet

Die PC-Branche kann wieder hoffen

MÜNCHEN (CW) - Der PC-Markt beginnt sich zu erholen. Den Analysten von Gartner Dataquest zufolge wird die Zahl der verkauften PCs, Server und Notebooks in diesem Jahr um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf weltweit 132 Millionen ansteigen. Als Wachstumsmärkte gelten vor allem Osteuropa, China und Nordafrika.

Der Personal Computer feiert in diesem Jahr ein Jubiläum: Berechnungen von Gartner zufolge wurde im April - rund 25 Jahre nach seinen Anfängen - der weltweit einmilliardste PC verkauft. Und wenn die Marktforscher mit ihren jüngsten Prognosen für die kommenden Jahre Recht behalten, könnte die Zwei-Milliarden-Marke bereits im Jahr 2007 oder 2008 erreicht sein.

Die Experten begründen ihre Zuversicht unter anderem damit, dass viele Unternehmen trotz des momentanen Kostendrucks nicht länger um Upgrades herumkommen, da ihre Hardware überaltet ist. Auch die Zunahme von breitbandigen Internet-Zugängen unter Privatanwendern wird dem PC-Markt nach Einschätzung von Gartner-Analyst Martin Reynolds einen kräftigen Schub verleihen. Bei Datenraten von über 10 Mbit/s entwickle sich der PC zu einem "zentralen Gerät, das die gesamte Kommunikation und Unterhaltung in einem Haushalt steuert".

Vor allem aber die steigende Nachfrage in Wachstumsmärkten wie Osteuoropa, China, Lateinamerika und Nordafrika wird die Computerindustrie laut Gartner wieder beleben, während sich in den Schlüsselmärkten eine zunehmende Sättigung abzeichnet: "Ein Viertel der in den letzten 25 Jahren verkauften PCs wurde in Westeuropa ausgeliefert - doch zur nächsten Milliarde wird diese Region weniger als ein Fünftel beitragen", schätzt Gartner-Analyst Brian Gammage.

Voraussetzung für das Wachstum in den neuen Märkten ist jedoch, dass die Preise weiter fallen: "Die sinkenden PC-Preise sind in den kommenden sechs Jahren sicher die größte Herausforderung für die Branche", glaubt Reynolds. Dabei werde sich der Wettbewerb eher noch verschärfen. Gute Chancen habe vor allem der texanische Direktanbieter Dell, der einen wachsenden Druck auf den durch den Compaq-HP-Merger entstandenen Megakonzern Hewlett-Packard ausübe. (sp)