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26.01.1979 - 

Trotz steigender Anwendertreue in den USA:

Die PCMs sorgen für den Ablöse-Druck

MÜNCHEN - "Länger verheiratete Anwender gehen immer weniger fremd", ist die Aussage einer für 1978 von der IDC aktualisierten Untersuchung über das Loyalitätsverhalten der Anwender auf dem amerikanischen Markt. Die Ursache der Monogamie ist auch auf die deutsche Anwender-Mentalität übertragbar. Kaum jemand mag den mit einem Herstellerwechsel verbundenen Umstellungsprozeß mitmachen.

Die IDC-Untersuchung skizziert die Wechselbereitschaft und die Reinrassigkeit der DV-Kunden. Bewegung gäbe es im Park danach vor allem durch den Druck der PCMs und auf dem Feld der Small Business Systeme: "Hier steht das Ablösegeschäft in voller Blüte, sowohl Small Business Computer als auch Minis ersetzen verstärkt die kleineren /360-Maschinen. System /3-Anlagen und sonstige ältere Systeme", notiert IDC.

Gegenüber der zuletzt 1976 durchgeführten Loyalitäts-Nagelprobe konnte Sperry in bemerkenswerter Weise an Boden gewinnen, seine Marktposition festigen und durch die Übernahme von RCA den Marktanteil verbessern. Honeywell-Bull sah sich in die Lage versetzt, einen über drei Jahre andauernden Abwärtstrend zu beenden und hält heute einen vergleichsweise zu früheren Zeiten hohen Level.

Zwei weitere Trends fallen dem Betrachter auf;

- Die IBM gibt sich aggressiv. Als Ergebnis kann der Gigant unter den Mainframers den höchsten Prozentsatz in bezug auf Loyalität der Anwender für sich verbuchen.

- Der Grund für einen Herstellerwechsel ist nicht mehr allein durch die CPU bestimmt, vielmehr spielen heute Finanzierungsarten, Softwareprobleme und periphere Geräte die entscheidende Rolle.

Nahezu alle Trendergebnisse bezüglich des Wechselverhaltens (Migration) der Anwender sind letztlich auf die Produktlinie, das Service-Angebot und auf wettbewerbliche Alternativen der Hersteller zurückzuführen. Diese Faktoren entscheiden über Aufstieg oder Untergang der Hersteller:

Die Situation der IBM ist mittlerweile unangefochten. Alle Angriffe der Verfolger konnten erfolgreich abgewehrt werden. So halten Anwender mit Systemen von ausschließlich einem Hersteller ("single-vendor sites") der IBM zu über 90 Prozent die Treue. Gleichzeitig gelang es dem Marktführer, den Bestand nach Wert zu erhöhen und auch die Zuwachsraten, gemessen auf Dollar-Basis, für sich zu entscheiden. Zweifellos haben die Systeme /370-138 und -148 sowie die Ankündigung der 303X-Serie entscheidend zu diesem Erfolg beigetragen.

Über Jahre hinweg war Burroughs die Nummer 1 in puncto Loyalitätsverhalten der Anwender zu einem Hersteller. Diese Führungsrolle hat nun die IBM übernommen. Trotzdem verbleibt dem Mainframer aus Detroit ein solider erster Platz, wenn man die Konkurrenzsituation wertmäßig darstellt, das heißt Burroughs' Systeme ersetzen nahezu zwei Maschinen der anderen Nicht-IBM-Hersteller.