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02.03.2009

Die perfekte Welle...

Neben nützlichen Technologien und Produkten produziert die IT-Szene immer wieder gelungene Hypes - oft unabsichtlich. Die Debatten verselbständigen sich, Websites und Printmedien berichten verstärkt darüber, mehr Anbieter springen auf den neuen Trend auf, noch mehr Medienberichte folgen und dann - fängt einer an, kritische Fragen zu stellen. Funktioniert das überhaupt? Was kostet das? Ist das wirklich so gut wie behauptet? Weil Journalisten und oft auch Anwender die Nase von der ewigen Trommelei voll haben, wirkt die kritische Berichterstattung als Katalysator, um den neuen Trend nach unten zu schreiben. Schön beobachten konnte man das zuletzt an SOA: Unabhängig davon, ob die Kritik berechtigt ist oder nicht, das Thema ist erst einmal gestorben. So wird SOA inzwischen wieder viel öfter mit Modularisierung und Flexibilisierung übersetzt.

Green IT wird das gleiche Schicksal erleiden. In diesem Jahr versucht die CeBIT mangels etwas Besserem, das Thema noch einmal hochzujazzen, aber die Reaktionen sind schon zu routiniert, fast zu müde, um die nötige Begeisterung zu übertragen. Kein Wunder - schließlich tendierten IT-Anwender noch nie zu überzogenem Umweltbewusstsein. Zudem dürfte niemand in diesen harten Zeiten einen zusätzlichen Euro für grüne IT in die Hand nehmen.

Bei Ersatzbeschaffungen spielt der Stromverbrauch angesichts der hohen Energiepreise eine Rolle. Aber deswegen wird kaum ein Gerät aus dem Verkehr gezogen, das seinen Lebenszyklus noch nicht vollendet hätte. Auch andere grüne IT-Szenarien - etwa veränderte Kühltechniken in Rechenzentren, Konsolidierung und Virtualisierung - werden auf ihr Potenzial zur Kostensenkung geprüft, bevor ein Euro investiert wird. Spätestens 2010, wahrscheinlich aber schon im Herbst dieses Jahres fängt der Begriff Green IT an zu verschwinden Wir freuen uns schon auf das nächste Thema.

Weitere Meinungsbeiträge und Analysen finden Sie im Blog des Autors unter www.wittes-welt.eu.