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03.05.1996

Die Philips-Aktie bleibt fuer Anleger reizvolle Investition

Von Arnd Wolpers*

Die Philips Electronics NV gliedert sich in eine neue Organisationsform. Neben den sechs bisherigen Unternehmensbereichen wurde ein zusaetzlicher Sektor Software & Services gegruendet. Diese erstmals seit Anfang 1996 getrennt ausgewiesene Sparte erwirtschaftete im ersten Quartal bei 2,6 Milliarden Gulden (etwa 2,3 Milliarden Mark) Umsatz einen Betriebsgewinn von 162 Millionen Gulden. Dies bedeutet im Vorjahresvergleich einen Umsatzanstieg um 300 Millionen Gulden bei einem Ertragsrueckgang um 18 Millionen Gulden. Zwar sind die Ergebnisse nur bedingt vergleichbar, die Zahlen errechnete Philips jedoch auf der Basis einer "Als-ob"-Ausgliederung im Vorjahr.

Unveraendert blieben bei der Neuorganisation die Sparten Beleuchtung sowie Bauteile und Halbleiter. Im Halbleitersektor setzte Philips im ersten Quartal 3,8 Milliarden Gulden um. Verdient wurden brutto 496 Millionen Gulden, das sind 14 Millionen Gulden weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Philips, der groesste europaeische Halbleiterproduzent, investiert in den Ausbau seiner Halbleiteraktivitaeten derzeit rund 1,3 Milliarden Gulden.

Im Zuge der Neustrukturierung wird Philips kuenftig auch in das Mobilfunkgeschaeft vorstossen. Ziel ist es, hinter den drei grossen Anbietern weltweit, Motorola, Ericsson und Nokia, die Nummer vier zu werden.

Nachdem Philips-Praesident Jan Timmer Ende Maerz bekanntgegeben hatte, dass das Ergebnis des ersten Quartals "wesentlich niedriger als im Vergleichszeitraum 1995 ausfallen" werde, reagierte die Amsterdamer Aktienboerse verschnupft. Der Philips-Kurs fiel innerhalb einer Stunde um zehn Prozent auf unter 60 Gulden. Die tatsaechlich abgelieferten Zahlen loesten dann eine positive Reaktion aus. Die Aktien zogen wieder auf Kurse von deutlich ueber 60 Gulden an.

Zwar duerfte es dem Unternehmen im laufenden Jahr schwerfallen, das Rekordergebnis des Jahres 1995 wieder zu erreichen, dennoch sind die mittelfristigen Aussichten fuer Philips weiter gut. Der ertragsstaerkste Bereich bleibt die Traditionssparte Beleuchtung, in welcher Philips bei nahezu unveraendertem Umsatz von 2,2 Milliarden Gulden ein Bruttoergebnis von 274 Millionen Gulden erwirtschaftete. Verluste brachte die Sparte professionelle Produkte und Systeme ein - trotz des Verkaufs von Teilen der deutschen Philips Kommunikations Industrie (PKI) an AT&T. Der Fehlbetrag dieses Unternehmensbereichs verminderte sich um zehn Millionen auf 61 Millionen Gulden.

Die Gewinnschaetzungen fuer das laufende Jahr schwanken zwischen sechs und sieben Gulden. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhaeltnis von zirka zehn bleibt Philips auch mittelfristig eine interessante Anlage.