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22.06.1990 - 

Studie rechnet hohe Marktchancen aus

Die Plastikfaser soll künftig auch im LAN-Markt bestehen

NEWPORT (pi) - Den polymeren-optischen Fasern (POF) sagt die amerikanische Consulting Corporation Kessler Marketing Intelligence (KMI) ein ansteigendes Marktpotential voraus. Einer Analyse zufolge soll der derzeitige Anteil von 53 Millionen Dollar weltweit bis ins Jahr 2001 auf 200 Millionen Dollar wachsen.

Die in Newport ansässigen Marktforscher prophezeien den plastisch-optischen Verbindungen auch auf dem Kommunikationssektor eine starke Nachfrage. Anhand eines Modells wurden LANs mit Glasfaser-, Plastic-optic-, Twisted-pair- und Koaxial-Leitungen verglichen. Dabei stellte sich heraus, daß sich die Kosten für POF- und Ethernet-LANs mit ungeschirmter Twisted-pair-Verkabelung annähernd gleichen. In drei Jahren Rechnen die Analysten sogar mit einer wirtschaftlicheren Arbeitsweise der POF-LANs im Vergleich zu Unshielded-Twisted-pair- und Glasfaser-Netzen.

Die Hauptursache für die bislang geringe Akzeptanz dieses Übertragungsmediums ist nach Ansicht des Unternehmens in der Technik von POF begründet. Bisher konnten die Plastik-faser-Leitungen bei weiten Distanzen nicht genutzt werden, doch gelten diese technischen Barrieren inzwischen als überwunden.

Die oft als Handicap bezeichnete Reichweite kann nach Ansicht von AT&T-Experten nicht der Grund für die Ablehnung sein. Der Telecom-Konzern legte eigene Studien vor, wonach rund 98 Prozent aller PC-LAN-Applikationen über Distanzen von weniger als rund 80 Meter laufen. Ermittlungen von Mitsubishi zufolge ist es möglich, mehr als 50 Mbps über Strecken von knapp 170 Meter zu übertragen.

Als weiteren Hemmschuh für die Nutzung in LANs nennt die KIM Corp. in ihrem Report den Abschwächungsgrad von 125 db/km. Jedoch rechnet das Unternehmen in den nächsten drei Jahren mit einer Verringerung auf 50 db/km. In Japan wurden bereits Prototypen mit Meßergebnissen von 20 db/km vorgestellt - einem Wert, der sich laut KIM ungefähr mit 0,2 db/ km bei Glasfaserkabeln vergleichen läßt.

Besonders die Japaner haben in Sachen plastisch-optische Fasern die Nase vor den US-Unternehmen Legt man die Studie zugrunde, die für rund 6500 Dollar bei KIM erhältlich ist, können Mitsubishi Rayon, Asahi Chemical und Toray rund 80 Prozent des Weltmarkt-Anteils für sich verbuchen.

Informationen: KMI Corp. Americas Cup Avenue at 31 Bridge Street, New-port, R.I. 02840,

Telefon 4 01/8 49 67 71