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22.11.1985

Die Praxis bleibt nicht mehr nur Zusatz

Technischer Wandel sowie wachsender Wettbewerb zwingen Unternehmen zunehmend, DV- und Informationstechnik einzusetzen. Allgemein gehen Unternehmen der DV-Branche davon aus, daß künftig mehr als die Hälfte ihres Umsatzes durch technische Kommunikation im weitesten Sinn erwirtschaftet wird: Ein Bereich, der im Gegensatz etwa zur Mikroelektronik oder der DV im Inlandsmarkt nach wie vor von deutschen Unternehmen bestimmt wird.

Über den Mangel an Fachkräften, die neben informationstechnischem Wissen auch Erfahrungen In der Praxis aufweisen können, äußern sich Unternehmen sehr besorgt (siehe "Der Informatiker muß auch als Kaufmann denken lernen", CW-Nr. 45 vom 8. November 1985, Seite 67).

Ganz gezielt, so Dr. Edgar Dietrich von der BA in Mannheim, werde der Student während der Praxisphasen einen geregelten Ausbildungsplan absolvieren. Ein Rhetorik-Kurs wird ihn dabei ebenso auf die Anforderungen späterer Leistungsfunktionen vorbereiten wie etwa das anstehende Projektmanagement. Die große Chance für beide Seiten: Unternehmen wie auch potentielle Mitarbeiter sehen hier ihren Vorteil. Beide haben sich kennenlernen können, beide wissen um die gegenseitigen Qualitäten sowie Aufgabenstellungen. Nach der Ausbildung besteht für keine der beiden Seiten die Verpflichtung zum Eingehen eines Arbeitsverhältnisses.

Weit mehr als ein Achtungserfolg: Bisher zeigen die Ergebnisse eines Pilotprojektes, daß etwa 80 Prozent der Studierenden bei "ihrem" Unternehmen verbleiben. Mittlerweile beteiligen sich in Baden-Württemberg rund sechseinhalbtausend Studierende in den Bereichen Wirtschaft, Sozialwesen und Technik an dieser Form der Ausbildung.