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03.11.1978 - 

IBM's System 38-Datenbank:

Die "Relationen"-Zukunft hat begonnen

KÖLN (de) - Laut IBM war ein Hauptziel bei der Entwicklung der System /38-Datenbank, "herkömmliches Datei-Denken bei gleichzeitiger Nutzung einer Datenbank beizubehalten". So wurden Aspekte der Hierarchie- und Netzwerk-Datenbankmodelle berücksichtigt, vor allem aber Komponenten des Relationen-Modells - und das ist ein echter Knüller. Noch reichen die Informationen über das neue 38er DB-Design nicht aus, Vorteile und Schwachstellen zu beleuchten, so daß vorderhand IBM?s Selbstdarstellung ungeprüft zur Kenntnis genommen werden muß. Die Redaktion behält sich vor, die System /38-Datenbank zu einem späteren Zeitpunkt zu analysieren. Hier zunächst der IBM-Text im Wortlaut:

Beim Design der System 738-Datenbank standen folgende Gesichtspunkte im Vordergrund:

- Dialog-Verarbeitung für viele Benutzer gleichzeitig,

- viele Zugriffswege zu den Daten,

- schnelle Antwortzeiten an den Datenstationen,

- Datenschutz- und Datensicherheit,

- Flexibilität der Datenbank,

- einfache Implementierung und Nutzung.

Diese Forderungen führten zu weitgehender Funktionsverlagerung in die Maschine, maschinenintegrierte Sicherheitsfunktionen, Datenbank-Operationen im RPG III Datendefinitions-Funktion des System-Steuerprogramms und interaktiver Datenbank-Dienstprogrammen.

Datenbank-Einordnung

Im folgenden soll die Datenbank des IBM Systems /38 aus der Perspektive heute bestehender Datenbanksysteme wie DL/1 - anhand von drei Aspekten betrachtet werden:

- Programmierung der Datenbankzugriffe,

- Aufgaben der Datenbank-Verwaltung,

- Steuerung der konkurrierenden Datenbank-Benutzung

Programmierung

Das IBM System /38 benötigt keine spezielle Datenmanipulationssprache (DML). Der RPG III enthält die Datenbank-Operationen. Die Daten befinden sich in physischen Dateien ("Relationen"), über die der Programmierer beliebig viele logische Dateien (Zugriffswege) legen kann. Mit einer logischen Datei können Sätze "hierarchisch" angeordnet werden. Im RPG III werden Dateien behandelt, das heißt jeweils ein Satz wird sequentiell oder direkt positioniert und die Fortschreibungsoperationen "Einfügen", "Löschen" und "Ändern" werden für jeweils einen Satz durchgeführt. Bei Fortschreibungen werden alle betroffenen Zugriffswege automatisch den neuen Dateninhalten angepaßt. Im Programm besteht die Möglichkeit, von einer logischen Datei in eine andere zu springen; diese Fähigkeit ist vergleichbar mit dem "Navigieren" innerhalb von "Netzwerken".

Mit Hilfe der Sicherheitsfunktionen können die Zugriffsberechtigung und die Datenrechte eines Benutzers auf bestimmte Dateien (ähnlich wie im DL/1 auf Datenstrukturen) beschränkt werden. Zusätzlich kann durch logische Formate die Sicht des Benutzers auf bestimmte Felder eingeengt werden. All das geschieht ohne jegliche Programmierung auf dem IBM System /38.

Konkurrierende Datenbank-Benutzung

Das dialogorientierte System /38 mit konkurrierendem Zugriff auf die Datenbank enthält selbstverständlich die Funktionen, die die gegenseitige Behinderung von Benutzern vermeiden und die es erlauben, die Datenintegrität im Falle eines unvorhergesehenen Abbruchs (Stromausfall) zu wahren.

Die im System /38 vorhandenen Logging- und Verriegelungs-Einrichtungen erlauben die von den Systemen IMS/VS und CICS/VS-DL/1 bekannte Programm-Isolation, so daß der jeweilige Dialog nur die für ihn unbedingt erforderlichen Daten sperrt und im Falle eines Abbruchs unversehrt an das System zurückgibt.

Aufbau einer System /38-Datenbank

Zum Aufbau einer Datenbank auf dem System /38 sind folgende Schritte erforderlich:

- Einmalige Definition der Felder mit Hilfe der Datendefinitions-Spezifikationen (DDS) in einer Feldreferenzdatei.

- Zusammenstellen der Felder der physischen Dateien aus der Feldreferenzdatei.

- Definieren von logischen Dateien (Zugriffswege) über eine oder mehrere physische Dateien

- Erteilung von Zugriffsberechtigungen

- Übertragen oder Erfassen der Daten.

Alle diese Schritte können interaktiv mit Hilfe von Systemfunktionen durchgeführt werden. Benutzerprogramme sind dazu nicht erforderlich. Zur Auswertung und Verwaltung der Daten stehen interaktive Daten-Dienstprogramme oder der RPG III zur Verfügung. Auch ohne Programmier-Kenntnisse können - von einfachen Listen bis zu komplexen Tabellen - Auswertungen erstellt werden. Dabei führt das System den Benutzer im Dialog durch die Definition seiner Wünsche.