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27.03.1981

Die Risiken der nächsten Jahre analysiert ein Investment-Haus:Vertrauen in Apple-Wachstum ungebrochen

LONDON (CW) - Ein stärkerer Konkurrenzdruck mit guten Aussichten auf Erfolg erwartet den Personal Computer-Hersteller Apple Computer Inc., Cupertino/Kalifornien, in den nächsten Jahren. Das Investment-Haus Stanley Morgan, New York, geht einem Bericht der Financial Times zufolge davon aus, daß die bisher gemeldeten Umsatzsteigerungen des Personal Computer-Herstellers abflachen, insgesamt aber überproportional bleiben.

Bisher meldete Apple regelmäßig seit seiner Gründung vor vier Jahren Zuwachsraten von mehr als 100 Prozent. Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr zum 30. September 1980 auf 117 Millionen Dollar.

Die Analyse des Hauses Stanley zeigt die Hauptprobleme auf, mit denen das vor vier Jahren in einer Garage gegründete Unternehmen in den nächsten Jahren zu kämpfen haben wird.

So verdichteten sich Gerüchte, IBM plane Ende des Jahres auf dem Markt der Personal Computer aktiv zu werden. Ähnliche Ambitionen zeigten Xerox, Control Data und Nippon Electric. Auch Sony sei an dem Markt stark interessiert,

Vertrieb überdenken

Dadurch möglich werdende Preisdämpfe einerseits sowie Schwierigkeiten bei der Beschaffung qualifizierten Personals andererseits hätten Apple veranlaßt, seine Service- und Vertriebseinrichtungen zu überdenken.

Derzeit vermarkten in Nordamerika 750 unabhängige Repräsentanten die Apple-Produkte. Zudem existierten im Ausland stationierte Vertriebsfirmen.

Unterstützung bieten derzeit vier Servicezentralen in Nordamerika und europäische Service-Vertriebsstellen in den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien. Apple plant, heißt es bei Stanley Morgan, drei neue Zentren in den USA und Kanada einzurichten.

Auch auf dem europäischen Markt beschäftigt sich Apple mit dem Aufbau einer neuen Vertriebsstruktur.

So wolle man ab Mai 1981 eine deutsche Distributionszentrale in München einweihen, die die deutschen Händler unterstütze. Nach Aussage von Helmut Falber, Geschäftsführer der deutschen Filiale, beabsichtige man, die Zahl der Händler von derzeit 150 auf 250 zu erhöhen. Gleichzeitig werde man sich auch verstärkt um den Fachhandel und das OEM-Geschäft bemühen.

Aufgrund ihrer Analyse sieht Morgan Stanley bis 1983 Wachstumsraten dieses Personal Computer-Herstellers von über 100 Prozent. In den darauffolgenden Jahren werden sie sich auf 40 bis 45 Prozent einpendeln.

Bischer hat Apple eigenen Angaben zufolge weltweit

150 000 Modelle des Systems II verkauft. Mittlerweile liege die Monatsproduktion nach Aussage von Falser bei 35 000 Einheiten der Serien II und III.

Das Vertrauen, das Apple auch nach dem, wie die Financial Times schreibt, "makellosen" Einstieg an der New Yorker Börse im Dezember letzten Jahrens entgegengebracht wird, liegt nach Meinung des Investment-Hauses in der konsequenten Produkt- und Management-Politik begründet, die der Newcomer in den letzten Jahren verwirklichte.