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22.06.1984

Die Rücknahme bereits verkaufter Systeme führte bei Quality Systems im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zum 31. März zu einem Verlust, statt des erwarteten Gewinns. Das Brokerhaus Prudential-Bache hat daher seine Einstufung dieses Titels na

Die Rücknahme bereits verkaufter Systeme führte bei Quality Systems im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zum 31. März zu einem Verlust, statt des erwarteten Gewinns. Das Brokerhaus Prudential-Bache hat daher seine Einstufung dieses Titels nach unten korrigiert und rechnet jetzt nur noch mit einer durchschnittlichen Entwicklung der Aktie. Die Gewinnschätzung für das Geschäftsjahr 1984 wurde von 0,50 auf 0,27 Dollar je Aktie zurückgenommen.

Bei Auto-Trol Technology könnte nach einer Prognose von Prudential-Bache der Stückumsatz 1984 niedriger ausfallen als erwartet. Dieser Aspekt dürfte um so schwerer wiegen, da 1984 als besonders wichtiges Jahr für das Unternehmen angesehen wird. Infolgedessen hat der Broker seine Gewinnschätzung nach unten korrigiert und rät jetzt kurzfristig orientierten Anlegern zum Umtausch des Titels in andere Aktien. Langfristig wird weiterhin mit einer durchschnittlichen Entwicklung gerechnet.

Die vor kurzem neu emittierten Reuters-Aktien der Klasse "B" befinden sich zu rund 12,5 Prozent in Händen der Abu Dhabi Investment Authority, einer staatlichen Behörde des Ölscheichtums. Der weit überwiegende Teil des Pakets ist nach Angaben der Behörde über amerikanische Broker erworben worden. Nach Angaben der Investment Autorithy wurden die knapp 37 Millionen Aktien im Wert von umgerechnet fast 320 Millionen D-Mark allein aus langfristigen Renditeüberlegungen herausgekauft.

Bei Perkin Elmer blieb der Gewinn im dritten Quartal des Geschäftsjahres zum 31. Juli etwas hinter den Erwartungen der Wall-Street-Analytiker zurück. Dies dürfte nach Ansicht von Dean Witter Reynolds wesentlich zu dem jüngsten Kursverfall beigetragen haben. Die Probleme scheinen allerdings nur vorübergehender Natur zu sein, da der Auftragsbestand das höchste Niveau seit Mitte des Geschäftsjahres 1981 erreicht hat und sich die Bestellungen weiterhin günstig entwickeln. In der nächsten Zeit könnten die Gewinne somit wieder deutlich steigen. Der Broker rät daher zum Kauf der Aktie.

Obgleich sich das Verhältnis der Neuaufträge zur ausgelieferten Ware (book to bill ratio) nach Angaben der Semiconductor Industry Association in jüngster Zeit verschlechtert hat, sieht das Brokerhaus Merrill Lynch darin vorerst keinen Anlaß zur Sorge für die weitere Entwicklung der Halbleiterindustrie in den Vereinigten Staaten. Der jüngste Trend sei nämlich in erster Linie darauf zurückzuführen, daß die Hersteller weitgehend an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten und neue Produktionsmöglichkeiten nicht so rasch geschaffen werden können, wie es der Markt verlangt. Eine Verschiebung in der Nachfragestruktur kann der Broker dagegen aus den neuesten Zahlen nicht herauslesen. Ein erstes Anzeichen dafür wären nämlich deutlich sinkende Preise. Auch von seiten des japanischen Marktes scheint keine Gefahr zu drohen, da hier ebenfalls Produktionsengpässe zu beobachten sind. Dennoch werden es die Aktien der amerikanischen Halbleiterhersteller zumindest in der nächsten Zeit schwer haben, eine günstige Kursentwicklung zu verzeichnen, meint Merrill Lynch. Die Gründe dafür sind vornehmlich in der Sorge der Anlegerschaft über die allgemeine konjunkturelle Entwicklung und das hohe Zinsniveau in den Vereinigten Staaten zu sehen.

Dean Witter Reynolds hat seine Gewinnschätzungen für 1984 und 1985 für Monolithic Memories leicht nach unten korrigiert. Man rechnet jetzt mit einem Ergebnis von 1,30 beziehungsweise 1,70 Dollar je Aktie. Als Gründe dafür werden genannt, daß man nun von höheren Kosten und einem höheren Steuersatz ausgehe. Insgesamt seien die fundamentalen Faktoren dieses Unternehmens jedoch nach wie vor positiv zu beurteilen. Die Gewinnwachstumsrate der nächsten fünf Jahre wird mit 30 Prozent angegeben, und der Broker rät daher massiv zum Kauf dieses Titels.

Zumindest am amerikanischen Aktienmarkt wächst jetzt mit jedem Tag die Chance, daß es zu einem Tendenzumschwung und damit zu einer, wenn wohl auch begrenzten Sommerhausse kommt. Die von Panik geprägten Liquidationsphasen spekulativ orientierter Haussiers mehren sich. Besonders interessant erscheint die Tatsache, daß nun auch Papiere von unzweifelhafter Qualität wie IBM und Motorola "abgeworfen" werden. Der bis zuletzt noch beobachtete Optimismus beginnt damit eindeutig in Pessimismus umzuschlagen. Dieser meßbare Umstand spricht zusammen mit anderen technischen Faktoren dafür, daß eine Zwischenerholung nahegerückt ist. Sie kann, wie manche Analytiker meinen, noch in diesem Monat eintreten und den Dow Jones für Industriewerte wieder über die Marke von 1200 Punkten tragen. Technisch ausgerichtete Börsianer sind der Überzeugung, daß die breite Gruppe der Technologieaktien wegen ihrer kraß "überverkauften" Lage während des erwarteten Aufschwungs überdurchschnittliche Kursgewinne erzielen kann.

Die Einführung der Nixdorf-Aktie an den deutschen Wertpapierbörsen wird sowohl von Banken als auch von privaten Informationsdiensten als außerordentlich erfolgreich beurteilt. Die Emission war stark überzeichnet, so daß die Vorzugsaktien "scharf zugeteilt" werden mußten. Erfahrene Börsianer halten es für möglich, daß das Papier in den nächsten Wochen weite und unberechenbare Kurssprünge vollführen wird. Das Geschehen dürfte nämlich zunächst einmal im Zeichen eines Tauziehens zwischen jenen, die Aktien erhalten haben und den schnellen Kursgewinn mitnehmen wollen, und jenen, die keine oder nicht die gewünschte Zahl von Aktien erlangten, stattfinden.