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Toshiba, Asus, Acer

Die schnellsten Netbooks (Vergleichstest)

05.08.2011
Netbooks und Tempo: Das passt einfach nicht. Doch selbst bei den gemächlichen Rechnern gibt es Unterschiede.

In aktuellen Netbooks arbeitet meist ein Atom-Prozessor von Intel oder ein C-50 (Codename: Ontario) von AMD. Beide Prozessorfamilien sind auf Sparsamkeit getrimmt, Tempo steht bei ihnen nicht im Vordergrund. Zum Vergleich: Notebooks mit einem Intel-Prozessor Core i5 sind mindestens viermal so schnell.

Im Detail unterscheiden sich die beiden Prozessoren aber erheblich: Die derzeit schnellsten Atom-Prozessoren von Intel, der Atom N550 (1,5 GHz) und der Atom N570 (1,66 GHz) besitzen zwei Kerne und können über die Technik Hyper-Threading dem Betriebssystem insgesamt vier Recheneinheiten zur Verfügung stellen. Der AMD C-50 dagegen besitzt nur zwei echte Kerne und arbeitet außerdem mit einer geringeren Taktrate von 1,0 GHz. Deshalb schneiden Atom-Netbooks dort besser ab, wo vor allem Prozessorleistung gefragt ist.

Das zeigt sich am deutlichsten im Prozessortest Cinebench: Hier sind Atom-Netbooks zwischen 13 und 19 Prozent schneller als die Konkurrenz mit AMD. Im Alltag kommt die CPU-Kraft vor allem beim Umwandeln von Video- oder Musikformaten zur Geltung. Hier liegen die Atom-CPUs ebenso vorne wie bei Multitasking-Aufgaben, also wenn Sie mehrere Programme gleichzeitig ausführen.

AMD-Netbooks sind dagegen nicht zu schlagen, wenn Grafik- und 3D-Leistung gefragt ist. Im C-50 sitzt die Grafikeinheit Radeon HD 6250: Sie unterstützt die aktuelle Programmierschnittstelle Direct X11 (DX11). Das ist für Netbooks nicht wegen der besseren 3D-Effekte wichtig, die DX11 ermöglicht – die Mini-Laptops sind aufgrund ihrer schwachen CPU ohnehin nicht für aktuelle 3D-Spiele geeignet. DX11 ermöglicht über Funktionen wie Compute Shaders oder DirectWrite aber vor allem, dass der Grafikkern Aufgaben wie das Abspielen von Flash-Videos, die Wiedergabe von HD-Videos oder die Darstellung im Browser von der CPU übernimmt.

Der Grafikkern GMA 3150, der in den Atom-Prozessoren von Intel sitzt, unterstützt dagegen maximal DX9 – und auch diese Version nicht vollständig. Bei 3D-Tests wie dem 3D Mark 06 sind AMD-Netbooks daher rund zehnmal so schnell wie Atom-Netbooks. Doch auch Mini-Laptops mit C-50 sind für Spiele nur sehr eingeschränkt geeignet: Selbst ältere Spiele wie Far Cry erreichen in niedriger Auflösung nicht mehr als 25 Bilder pro Sekunde – hier bremst vor allem der Prozessor, weniger der Grafikkern.

Viel wichtiger ist, dass AMD-Netbooks Flash-Videos in HD-Auflösung wiedergeben können. Selbst Videos und Blu-ray-Filme in Full-HD machen den AMD-Netbooks keine Probleme. Dementsprechend besitzen die meisten dieser Mini-Notebooks einen HDMI-Ausgang, um Videos auf einem Full-HD-Fernseher oder -Monitor ausgeben zu können, während die Atom-Notebooks nur einen VGA-Ausgang besitzen.
In der Bildergalerie unten finden Sie die zehn schnellsten Netbooks aus dem PC-Welt-Testlabor.

Die Empfehlung: AMD für Filme, Intel für Multi-Tasking
Wer sein Netbook vor allem zum Filmschauen nutzt, greift am besten zu einem Gerät mit AMD C-50. Steht der Sinn dagegen mehr nach Multi-Tasking oder Multimedia-Bearbeitung, ist ein Netbook mit Atom-CPU die bessere Wahl. Und wer mit dem Netbook nichts anderes macht als zu surfen und Texte zu schreiben, ist die Wahl des Prozessors zweitrangig. Da sich Netbooks bei Arbeitsspeicher und Festplattentempo kaum unterscheiden, gibt es hier keine Empfehlung. Stattdessen sollte man vor allem auf die Akkulaufzeit achten: Hier gibt es ebenfalls kaum Unterschiede zwischen Atom und C-50. Daher gilt: Egal welche CPU im Netbook sitzt – je größer der Akku, desto länger läuft es. (PC-Welt/tö)

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