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11.12.2008

Die sieben wichtigsten Servicethemen für 2009

Mit dem konjunkturellen Abschwung verändern sich die Anforderungen an IT-Dienstleister.

Um in der Krise zu überleben und wachsen zu können, müssen sich Anbieter von IT-Services neuen Herausforderungen stellen, konstatiert das Marktforschungshaus Ovum. Die Analysten haben mit Anwenderunternehmen gesprochen und dabei sieben Kernthemen ausgemacht, die den Markt für IT-Services aus ihrer Sicht derzeit beherrschen:

  1. Cloud Computing: Begriffsvielfalt und Marketing sorgen nach wie vor für Verwirrung unter den Anwendern. Angesichts der zahlreichen Möglichkeiten entwickelt sich Cloud Computing aber zu einem der wettbewerbsintensivsten Bereiche der IT-Welt, meinen die Experten.

  2. Qualitätssicherung und IT-Sicherheit: Durch die Krise steigt die Nachfrage nach Anwendungen und IT-Services, mit denen sich die Marktreife verkürzen und die Kosten nachweisbar senken lassen. Softwareentwickler und Outsourcing-Anbieter stehen daher unter verstärktem Druck, entsprechende Produkte und IT-Dienste schnell zu liefern.

  3. Steigende Qualitätsansprüche: Nach Ansicht von Ovum müssen IT-Dienstleister bei der Überwachung und Prüfung ihrer Services noch höhere Maßstäbe anlegen als bisher.

  4. Vendor-Management: Bei Outsourcing-Entscheidungen, die auf kurzfristigen Einsparzielen beruhen, hat es die verbleibende IT-Mannschaft besonders schwer, den Business-Nutzen abzuleiten. Den oft eilig ausgehandelten Verträgen mangelt es häufig an einer mittel- oder langfristigen strategischen Ausrichtung. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an die Steuerung der externen Dienstleister.

  5. BPO-Services: 2009 wird das Auslagern von Geschäftsprozessen laut Ovum wichtiger werden als das IT-Outsourcing. Durch die Konsolidierung des IT-Servicemarkts rückten IT- und Geschäftsprozess-Outsourcing näher zusammen. Davon profitierten Provider, die beides böten.

  6. Effizienzsteigerung: Die effiziente Nutzung von Ressourcen hat sich zu einer Kerndisziplin für CIOs, IT-Manager und IT-Dienstleister entwickelt. Ein Fokus auf Standards wie Itil und die Verbesserung der Infrastruktur durch Konsolidierung, Standardisierung und Rationalisierung ist heutzutage unerlässlich. Hinzu kommen neue Anforderungen, vor allem an Energieeffizienz und Umweltschutz.

  7. Enterprise 2.0: Web-2.0-Tools wie Communities, Blogs und Wikis können die Interaktion zwischen Mitarbeitern verbessern. Die Experten von Ovum fragen sich jedoch, wie die neuen Kommunikationsformen konkret zum Geschäftserfolg beitragen sollen. (sp)