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24.01.1992 - 

Rückkehr in die Gewinnzone im Visier

Die Siemens AG strukturiert ihren Halbleiterbereich um

MÜNCHEN (vwd) - Das Restrukturierungsprogramm, mit dem die Münchner Siemens AG ihren Halbleiterbereich mittelfristig aus den Verlustzahlen fahren will, ist angelaufen. Die Produktivität soll gesteigert, die Fertigung konzentriert, die Stäbe verkleinert und die Vertriebsorganisation gestrafft werden.

Ziel der Restrukturierung des Chip-Bereiches, so verlautete von der Siemens AG, ist es, die Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum im Halbleiterbereich zu schaffen. Dies soll mit Partnern erreicht werden, wozu auch die Kooperation mit der IBM Corp. gehöre.

Die Konzentration der Produktion von bipolaren Schaltkreisen im österreichischen Siemens-Halbleiterwerk in Villach ist Teil der Restrukturierung. Mit der Verlagerung der Fertigung von München nach Villach ist ein Stellenabbau in München bis 1994 um rund 1400 Arbeitsplätze verbunden. Daß zusätzlich 2000 Stellen gestrichen werden, ist falsch, stellte ein Siemens-Sprecher klar. Die Beschäftigtenzahl imHalbleiterbereich, die derzeit weltweit bei 15200 Mitarbeitern liegt, soll sich in den kommenden Jahren vielmehr insgesamt um rund 2000 auf knapp über 13 000 verringern.

Durch den kräftigen Preisverfall bei Speicherchips, speziell 1990, und die hohen Vorleistungen für Investitionen in künftige Halbleitergenerationen war der Siemens-Halbleiterbereich immer tiefer in die roten Zahlen geraten. Der Verlust bewegt sich laut Siemens auch im Geschäftsjahr 1990/91 (30. September) in dreistelliger Millionenhöhe. Von Branchenkennern wird er auf rund 500 Millionen Mark geschätzt. Der Umsatz in diesem Bereich liegt wie im Vorjahr bei zwei Milliarden Mark. Inzwischen sei, eine Beruhigung der Halbleiterpreise eingetreten, verlautete aus den Reihen des Münchner Elektronikkonzerns.

Zur Zusammenarbeit mit IBM bei der Fertigung des 16-Megabit-Chips teilten die Münchner mit, daß zur Zeit die Produktionsaufnahme in Corbeil-Essonnes bei Paris vorbereitet wird. Die Fertigung soll im Sommer 1992 anlaufen.