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20.09.2005 - 

CW-Wert

Die Sorgen des Adels

Dem langjährigen Chef-Justitiar von Nortel Networks wurde der Abschied aus der Firma mit einem goldenen Handschlag versüßt. Bekommen hat er die Morgengabe dafür, dass er seinem Unternehmen in aufopferungsvoller Arbeit und unter Hintanstellung von Urlaubsansprüchen half, aus einem derben Bilanzfälschungsskandal herauszufinden.

Nun könnte man sich zwar fragen, was Herr DeRoma in der Zeit gemacht hat, als Nortel in den Jahren zuvor seine Geschäftsberichte verhübschte. Da schon hätte auffallen können, was ihm offenbar erst jetzt wie Schuppen von den Augen fiel. Aber wir wollen da mal nicht so korinthenkackerisch sein. Sozialneid ist unsere Sache nicht, was wir auch belegen können.

Als Kronzeugen für unsere Haltung führen wir Herrn Alexander von Schönburg ins Feld. Dieser Blaublütige ist zum einen Autor des Beststellers "Kunst des stilvollen Verarmens". Er ist ferner Bruder der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Die wiederum trennt sich gerade unter Schmerzen von zeitgenössischer Kunst, von Kalibern wie Jeff Koons, Paul McCarthy, Thomas Ruff und Candida Höfer. Sie möchte, so die Erklärung der Fürstin, mit ihren Kunstwerken leben. Sie habe aber nicht genug Wandflächen, um mit dem Tempo ihres Sammelns Schritt halten zu können. Deshalb nun dieser Exodus von Artefakten. Und an dieser Stelle müssen wir einfach Herrn von Schönburg zitieren, der da schrieb: "Der Vorteil von Familien wie meiner ist nun, dass wir Jahrhunderte lang Erfahrung mit dem stetigen sozialen Abstieg machen konnten und daher eine gewisse Übung darin haben". Vielleicht verstehen Sie ja jetzt, warum wir Herrn DeRoma nichts neiden, wo doch sonst so viel Elend in der Welt ist - jetzt auch bei den Thurn und Taxis’.