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05.12.1980 - 

Kienzle-Fuhrparkorganisation im Möbelvertrieb:

Die stärkste "Zugmaschine" im Stall

GROSSBOTTWAR (CW) - Unternehmen, die einen Fuhrpark benötigen, um ihre Produkte schneller an den Mann zu bringen, müssen in Zeiten, in denen Energie knapp ist, besonders eng kalkulieren. Wie im Fall des Möbelhändlers Laauser in Großbottwar am Neckar führen die Rotstift-Maßnahmen irgendwann zum Kauf eines eigenen Computer-Systems. Das Laauser-Management orderte vor fünf Jahren ein Fuhrpark-Organisationssystem der Kienzle Apparate GmbH und hält seitdem seine Transportkosten bei einer jährlichen Zuwachsrate von zehn Prozent konstant.

Polstermöbel und Wohnzimmertische gehören zum Lieferprogramm der Firma Laauser Design International. Früher wurden die Produkte, die über den Möbelhandel vertrieben werden, zu einem hohen Prozentsatz per Spedition an den Bestimmungsort gebracht. Ein Teil der Güter, vor allem für den Nahbereich, wurde jedoch schon immer mit eigenen Fahrzeugen transportiert. Lieferzeiten, Lagerprobleme und Reklamationen durch Beschädigungen beim Transport lenkten die Abwicklung des Versands zunehmend in Richtung Eigentransport. Durch Spezialfahrzeuge wurden Beschädigungen weitgehend vermieden. Die Aufgabenstellung lautete:

1. Volle Auslastung der Spezialfahrzeuge.

2. Wirtschaftliche Touren, die wegen der Vielzahl der Abnehmer variabel zu sein hatten.

3. Abstimmung der Touren mit der Produktionsplanung, um lange Lieferzeiten und zusätzlichen Lagerraum zu vermeiden.

Bei der Verwirklichung dieser Ziele spielte der Fuhrpark die entscheidende Rolle. Er wurde auf Sattelauflieger umgestellt. Neben neun Zugmaschinen sind 15 Sattelauflieger vorhanden, die beladen werden können, während die Zugmaschinen andere Einsätze fahren. Es entfallen also die bei Kompakt-Lkw üblichen ladebedingten Wartezeiten. Darüber hinaus wurde die Anzahl der Ladetore erhöht. Die Beladezeiten selbst wurden aufgrund der Produktionsplanungsdaten vorgegeben.

EC-Tachographen

Alle Zugmaschinen wurden mit EC-Tachographen des Typs Automatisch ausgerüstet. Neben den gesetzlichen Anforderungen für die Erfassung der Lenk- und Arbeitszeiten eignen sich die Diagrammscheiben hervorragend für die Tourenplanung. Zusammen mit der Stuttgarter Generalvertretung der Kienzle Apparate GmbH wurde ein auf die Firmenbelange abgestelltes Programm entwickelt. Im Rahmen des Fuhrparkorganisationssystems Kienzle FOS 1613 werden monatlich vier Übersichten bereitgestellt, (...) vom Fuhrpark-Management der Firma Laauser für Beurteilung der Wirtschaftlichkeit sämtlicher Touren herangezogen werden, um gegebenenfalls Verbesserungen und Änderungen vorzunehmen. FOS 1613 bietet im Rahmen des Basisprogramms folgende Übersichten:

- Eine Fahrzeuganalyse mit Zeit- und Weg-Daten sowie verschiedenen Kennzahlen.

- Das dazugehörende Balkendiagramm zur optischen Erkennung der Abweichungen.

- Die Fuhrparkanalyse mit der Übersicht aller eingesetzten Möbellastzüge.

- Das entsprechende Balkendiagramm zur Ermittlung der Abweichungen.

Besondere Beachtung finden folgende Punkte:

- Die Streckenlänge und die Fahrzeit, die mit den Soll-Daten verglichen wird.

- Die Durchschnittsgeschwindigkeit, die bei neuen Touren berücksichtigt wird.

- Die Standzeiten und deren Antett an der gesamten Einsatzzeit zur Verbesserung der Abladebedingungen beim Kunden.

- Das Balkendiagramm Fuhrpark-Fahrzeug zum Vergleich der einzelnen Fahrzeuge mit den Durchschnittswerten.

- Die Halte, die länger als zehn Minuten dauern, um die Gründe für längere Standzeiten festzustellen.

Wechselauflieger

Zusätzlich werden von der Mercedes-Benz-Transportberatung mit Hilfe des Fuhrpark-Informationssystems FIS die Kosten-, Wirtschaftlichkeits- und Leistungsübersichten erstellt. Kilometer und Zeitwerte aus der Kienzle-FOS-Analyse werden dabei als Faktoren für die Ermittlung der Kennzahlen herangezogen.

Der Erfolg: Der Fahrzeugeinsatz wurde mit Hilfe des Steuerungsinstruments "EC-Tachograph" zunehmend optimiert. Schon die Einführung der Wechselauflieger brachte eine wesentliche Einsparung. Früher waren zwölf Möbellastzüge im Einsatz, heute wird die Aufgabe mit neun Zugmaschinen und 15 Sattelaufliegern bewältigt.

Inzwischen werden 95 Prozent der Produktion mit eigenen Fahrzeugen ausgeliefert. Die Gesamtkosten des Fuhrparks waren in den letzten Geschäftsjahren rückläufig. Auch die Transportkosten je Element (Tisch- oder Polstereinheit) blieben trotz der heutzutage größeren Möbelstücke seit fünf Jahren konstant, und dies bei einer jährlichen Zuwachsrate im Transportkostenbereich von zehn Prozent. Absolut gesehen, bewegen sich die jährlichen Transportkosten um zwei Millionen Mark.