Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Programmpaket Wesana soll für klarere Abläufe sorgen:


11.09.1981 - 

Die Stahldatei enthält das Wissenswerte

ESSEN (pi) - Für die Qualitätskontrolle im Stahllabor entwickelte die Technosoft GmbH, Essen, das Programmpaket Wesana. Ziel des Programmsystems sei, das Laborpersonal von Schreibarbeit zu entlasten, größere Transparenz der Qualitätsdaten sowie klarere Organisations- und Arbeitsabläufe innerhalb des Labors und der Fertigung.

Eine computerunterstützte Qualitätskontrolle, von der Anlieferung des Halbzeuges bis zur Auslieferung des Fertigteiles, wird durch das Programmpaket WESANA gewährleistet.

Das Programmpaket Wesana erstellt laut Anbieter alle für die Fertigung erforderlichen Bearbeitungsvorschriften und Qualitätsnachweise sowie die für den Endkunden bestimmten Qualitätszeugnisse. Durch die zentrale Archivierung der kundenspezifischen Lieferqualitäten werde gleichzeitig ein Informationssystem geschaffen, das das aufwendige Karteisystem bezüglich der Liefervorschriften überflüssig mache. Ein Übersetzungsgenerator erstelle für ausländische Kunden automatisch die Qualitätsnachweise, wie Werkszeugnis und Wärmebehandlungsbericht in englischer und französischer Sprache.

Aufgaben des Gesamtsystems

Die drei wesentlichen Aufgaben des Programmsystems bestehen darin,

- einen Vergleich zwischen den Istdaten der chemischen Analyse, den Härtbarkeitsangaben des Halbzeugherstellers und den Forderungen des Endkunden zu treffen (Stahlfreigabe);

- für die Fertigung eine Vorschrift für die Werkstoffbearbeitung herzustellen (Wärmebehandlungsbericht);

- ein Zertifikat zu drucken, mit dem der Lieferant die Qualität des Materials und der Verarbeitung der Erzeugnisse nachweist (Werkzeugnis und Wärmebehandlungsbericht Fassung Il).

Die für die Erledigung der 3 Aufgaben benötigten Dateien enthalten

- Angaben über alle zu verarbeitenden Werkstoffe mit ihren chemischen und härtephysikalischen Grenzwerten (Werkstoffvorschrift).

- Angaben über alle möglichen Lieferteile mit den kundenspezifischen

Bearbeitungswünschen und teileabhängigen Einzeldaten (Liefervorschrift) .

- Anschriften aller Kunden mit Hinweis auf die Zeugnissprache deutsch, englisch oder französisch (Kundenstammdatei).

- Vokabeln aller zu übersetzenden Begriffe in englischer und französischer Sprache (Lexikondatei).

- Angaben des Stahlherstellers über die chemische und physikalische Eigenschaft des angelieferten Materials.

- Die lstanalysen vom Halbzeug, die vom Computersystem mit dem angeschlossenen Spektrometer gewonnen wurden.

- Angaben über die vorgenommene Wärmebehandlung und der tatsächlichen Härte des Endproduktes.

Diese Daten werden zum Teil über den Bildschirm erstellt, zum Teil über das angeschlossene Spektrometer gewonnen und gespeichert. Dienstprogramme ermöglichen das Ändern, Listen, Löschen und Drucken nach bestimmten Kriterien.

Innerhalb der Grenzwerte

Die Stahlfreigabe als schriftliche Mitteilung des Labors an den Wareneingang bescheinigt aufgrund vorgenommener Untersuchungen, daß der angelieferte Werkstoff in seinen chemischen und physikalischen Daten für die Verwendung der vorgesehenen Werkstücke geeignet ist.

Diese Aussage wird getroffen, wenn die im Labor vorgenommene chemische Kontrollanalyse, die vom Zulieferer bescheinigten Analysedaten und die Härtbarkeitsangaben des Stahlherstellers, innerhalb der Grenzwerte der Liefervorschrift liegen.

Jedes Teil wird individuell geprüft. Bei der Härteprüfung wird bei ungleichen Abstandsdimensionen eine Interpolation durchgeführt. Kann aufgrund festgestellter Toleranzabweichungen keine Stahlfreigabe erfolgen, so werden alle zur Prüfung herangezogenen Daten ausgedruckt und die außerhalb der Toleranz liegenden als fehlerhaft gekennzeichnet.

Härte und Toleranz

Der für die Fertigung bestimmte Wärmebehandlungsbericht dient als Bearbeitungsvorschrift und enthält neben der teilabhängigen Wärmebehandlungsvorschrift alle Angaben zur chemischen Analyse (Toleranzwerte, Kontrollwerte, Stahlherstellerwerte), die Härtbarkeit ebenfalls mit Toleranzgrenzen und Istwerten, sowie als Vorschrift die mechanischen Gütewerte.

Dieser Bericht dient der Fertigung als Arbeitsanweisung, wird um die Fertigungsdaten ergänzt und geht zurück ans Labor, zwecks Übernahme der neuen Daten für das Werkszeugnis und den Wärmebehandlungsbericht Fassung II.

Englisch oder Französisch

Die Material- und Verarbeitungsqualität weist der Lieferant der Schmiedeteile mit einem Werksabnahmezeugnis nach. Dieses erstellt das Rechnersystem automatisch, wenn der um die Fertigungsdaten erweiterte Wärmebehandlungsbericht zur Eingabe vorliegt.

Alle benötigten Daten, die zusätzlich zu den Liefervorschriften und den Daten der beweglichen Stahldatei benötigt werden, befinden sich auf diesem Bericht. Das Werkszeugnis enthält die vollständige Lieferanschrift und wird bei ausländischen Kunden in der jeweiligen Geschäftssprache englisch oder französisch erstellt.

Dieser aus der Fassung I entstandene Wärmebehandlungs-Bericht II enthält zusätzlich die während der Fertigung gewonnenen detaillierten Informationen zur Härte und zu den mechanischen Gütewerten. Die Fassung II wird nur auf ausdrücklichen Wunsch ausgegeben, wobei auch hier eine Übersetzung in die englische beziehungsweise französische Sprache wie beim Werkszeugnis beachtet wird. Für statistische Zwecke werden die wesentlichen Kontroll- und Fertigungsdaten langfristig gespeichert.

Informationen: Technosoft GmbH, Im Teelbruch 40, 4300 Essen 18, Tel.: 0 20 54/89 77.