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09.07.1982 - 

CW-Marktübersicht:

Die Superminis

MÜNCHEN (rs)- Die Marktübersicht auf den folgenden zwei Seiten bietet eine Auswahl der wichtigsten Anbieter. Es fehlen Hewlett-Packard und ATM, deren Antworten bis Redaktionsschluß nicht vorlagen. Als besonders schwierig erwies sich wieder einmal, die insgesamt 29 Modelle der zehn aufgeführten Anbieter nach irgendeinem Leistungskriterium zu sortieren. Da gibt es zwar den Whetstone-Benchmark, der beispielsweise in CW 17, Seite 1, herangezogen wurde, um die neue VAX-11/730 einzuordnen. Doch da dieser Benchmark nur die pure CPU-Leistung im Single-User-Betrieb mißt, ist er für kommerzielle Anwendungen weitgehend ungeeignet und kann zu Mißinterpretationen führen.

Leistungsunterschiede zeigen die Rechner vor allem in technisch-wissenschaftlichen und kommerziellen Anwendungen. Eine Perkin-Elmer 3220 beispielsweise bringt unter Fortran glatt das Dreifache, als wenn sie mit Cobol arbeiten muß. Nicht viel besser ergeht es der VAX-11/780, während eine Prime 550 etwa gleich stark bei beiden Sprachen ist. Anders bei Siemens. Das Modell 7.531 ist bei Cobol gut doppelt so leistungsfähig wie unter Fortran. Diese willkürlichen Beispiele zeigen, wie stark die Leistungsfähigkeit eines Rechners von der Anwendung abhängt. In dieser Marktübersicht wurde daher der alphabetischen vor der Sortierung nach Leistung der Vorzug gegeben.

Eine grobe Einordnung nach ihrer Leistung sollen dennoch die folgenden näherungsweisen Angaben ermöglichen. Einer VAX-11/780 von Digital Equipment vergleichbar sind etwa die 4341-10 von IBM oder Honeywell Bulls Modell 96 des Systems 6. Eine Prime 850 bringt etwa die Hälfte der Perkin-Elmer 3250, die wiederum doppelt soviel leistet wie das Modell 560 von Norsk Data. Leicht über dem VAX-Modell 11/750 dürfte das Gould-System 2705 angesiedelt sein. Andererseits entspricht die zuletzt genannte VAX IBMs 4331-1.

Zeigten sich die Unternehmen bei den Hardwarepreisen noch recht zugänglich und auskunftsfreudig, so gab es bei den Softwarepreisen kein Pardon. Von Ausnahmen abgesehen war die Antwort "Preise auf Anfrage das Konkreteste, was sich als Auskunft herausholen ließ. In der Marktübersicht sind daher mangels Masse auch keine Softwarepreise zu finden. Fairerweise ist zu bemerken, daß das Programmangebot gerade im technisch-wissenschaftlichen Bereich so umfangreich ist, daß es den Rahmen dieser Übersicht sprengen würde. Bleibt den Interessenten nur übrig, tatsächlich bei den Unternehmen anzufragen - aber bitte bohrend.