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12.03.2004 - 

DSL-Line-Sharing mit Konkurrenten auf Druck der EU

Die Telekom macht's billiger

MÜNCHEN (CW) - Die Deutsche Telekom senkt ihre Gebühren für Wettbewerber, die sich mit dem Konzern Breitbandleitungen (DSL) zum Endkunden teilen. Als Folge der Entscheidung werden die Ermittlungen der EU-Kommission wegen des potenziellen Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung eingestellt.

Hintergrund der Untersuchung ist eine Beschwerde aus dem Jahr 2002, die vom Telekom-Wettbewerber QSC aufgebracht worden war. Die Kölner Company hatte moniert, dass die Telekom für die Leitungen den Konkurrenten teils höhere Mietpreise als den Privatkunden berechnet. Das Breitbandgeschäft sei dadurch wenig rentabel - die Telekom werde zum Quasi-Monopolisten für den Breitbandzugang für Endkunden, während keiner der Wettbewerber eine signifikante Marktposition erreichen könne, schloss sich die EU-Kommission der Argumentation an. Die Ermittlungen der Behörde hätten "Hinweise" darauf erbracht, dass die Telekom ihre marktbeherrschende Stellung seit März 2002 missbraucht habe.

Der Bonner Carrier beurteilte die Situation naturgemäß stets anders, entschied sich aber nun zum Einlenken. Dies hat im Gegenzug die Kommission dazu veranlasst, ihre Ermittlungen einzustellen und kein formelles Missbrauchsverfahren gegen die Telekom zu eröffnen. Dabei akzeptierte Brüssel Verpflichtungszusagen der Bonner, die sicherstellen, dass die "Kosten-Preis-Schere vollständig und dauerhaft geschlossen wird". Die reduzierten Line-Sharing-Entgelte müssen noch durch die deutsche Regulierungsbehörde Reg TP genehmigt werden.

Neun von zehn DSL-Anschlüssen kommen derzeit von der Telekom

Aktuell beträgt die monatliche Gebühr für Line-Sharing knapp fünf Euro zuzüglich einer Einmalzahlung von 150 Euro. Ab April soll vorerst das Monatsentgelt wegfallen, 2005 gelten neue Preise. Wie diese ausfallen werden, ist noch nicht geklärt; spekuliert wird auf eine Halbierung der monatlichen Kosten. Die Telekom kontrolliert gegenwärtig knapp 90 Prozent des DSL-Endkundenmarkts. (ajf)