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ISDN-Nutzer mit besonders hohen Rabatten bevorzugt


09.01.1998 - 

Die Telekom will im März ihre Gebühren um 4,5 Prozent senken

Mit einem "wahren Preisfeuerwerk", so die Eigenwerbung der Telekom, startet der ehemalige Monopolist in den vollständig liberalisierten TK-Markt. Mit Tarifsenkungen und neuen Verbundangeboten aus Fest- und Mobilnetz will der marktführende Konzern auch 1998 seine Kunden bei der Stange halten. "Darüber hinaus", so Telekom-Chef Ron Sommer, "wollen wir ein Bonusprogramm für Vieltelefonierer - ähnlich Miles and More - einführen, das jeweils zum Jahresende zu einer Gratifikation führen wird."

In einem ersten Schritt wollen die Bonner ab dem 1. März ihre Preise senken. Dem neuen Tarifkonzept liegen vier Hauptideen zugrunde:

- So ordnet der Carrier seine Auslandstarife neu und senkt beispielsweise bei den Nordamerikaverbindungen die Preise um bis zu 45 Prozent.

- In Deutschland verschmilzt die Telekom die bisherigen Tarifzonen "Fern" und "Region 200" zur neuen Zone "German Call" (siehe Grafik). Damit verlängern sich die Taktzeiten für Ferngespräche im Schnitt um 20 Prozent.

- Ergänzend hierzu wird der Langtelefonierer-Tarif "10plus" eingeführt. Hier winken zwischen zehn und 30 Prozent Rabatt. Dabei genießen Kunden mit einem ISDN-Anschluß deutlich höhere Nachlässe.

- Ferner senkt die Telekom die Verbindungspreise vom Festnetz in die konzerneigenen Mobilfunknetze D1 und C um bis zu 28 Prozent.

Die Kombination der einzelnen Vergünstigungen ergibt unter dem Strich teilweise Preissenkungen von bis zu 54 Prozent. (Beispiel: ein 20minütiges Telefonat nach New York kostet ab 1. März von einem ISDN-Anschluß aus statt 26,39 Mark nur noch 12,23 Mark, was einer Ersparnis von 54 Prozent entspricht.) Vergleicht man die Gebührensenkungen mit dem Tarifmodell, das Mannesmann Arcor im November 1997 vorgestellt hat, so ist die Telekom je nach Tageszeit bei Ferngesprächen sogar etwas günstiger als der Wettbewerber. Insgesamt bringen die neuen Tarife laut Sommer für die Kunden eine Entlastung von fast zwei Milliarden Mark, die zu zwei Dritteln den Privatanwendern zugute kämen.

Keine Preisnachlässe gibt es jedoch für den Ortsnetzbereich, in dem die Telekom, von wenigen Ausnahmen abgesehen, immer noch eine Monopolstellung innehat. Hier will der Carrier lediglich sein auf Online-Benutzer zugeschnittenes Angebot "Cityplus" nachbessern. Statt wie bisher 400 Tarifeinheiten können die Surfer künftig 800 Einheiten vorab zum halben Preis kaufen. Laut Sommer kostet damit eine Stunde Online-Zeit tagsüber künftig nur noch 2,40 statt 4,80 Mark.

Die geplanten Preissenkungen, denen bei Redaktionsschluß noch der Segen des Regulierers fehlte, sind für Telekom-Boß Sommer jedoch erst der Startschuß zu einer anhaltenden Offensive.