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10.05.1991 - 

Ministerium skizziert seine Vorstellungen

Die Telekom wird die Gebühren für das D2-Netz senken müssen

DÜSSELDORF/BONN (vwd) - Noch keine Fortschritte im Gebührenstreit um das digitale Mobilfunknetz D2: Die Mannesmann Mobilfunk GmbH wartet auf ein neues Angebot der Telekom, nachdem sie die ursprüngliche Forderung des Post-Unternehmens - eine Jahresgebühr in Hohe von 270 000 Mark für die Bereitstellung von Mietleitungen zurückgewiesen hatte.

Dem Vernehmen nach galt dieses ursprüngliche Telekom-Angebot für Mobilfunk-Mietleitungen über eine Entfernung von mehr als 200 Kilometer mit einer Übetragungsgeschwindigkeit von 1.92 MBit/s. Rückendeckung erhofft sich Mannesmann nun von Postminister Christian Schwarz-Schilling (Siehe CW Nr.15 vom 12. April 1991, Seite 23), der eine durchschnittliche Senkung der Gebühren für Mietleitungen über alle Entfernungen um 60 Prozent sowie für die Nutzung des Telekom-Telefonnetzes - notwendig für die Vermittlung zwischen mobilen und stationären Endgeräten - um 30 Prozent fordert.

Im Gegensatz zur Telekom liegt die Gebührenvorstellung des Ministeriums für Übertragungswege von mehr als 200 Kilometern bei 108 000 Mark jährlich - eine Marge entsprechend dem internationalen Preisniveau. Mannesmann hält die bisher im Raum stehenden Konditionen vor allem deshalb für nicht akzeptabel, weil nach Darstellung des Unternehmens 40 Prozent der geschätzten Gesamtkosten auf die Anmietung der Telekom-Leitungen entfallen würden. International üblich seien hingegen zehn bis zwanzig Prozent.

Einig sind sich Telekom und Mannesmann darüber, daß die Teilnehmergebühren im D-Netz niedriger als im C-Netz veranschlagt werden sollten. Da die Telekom-Gebühren durch den Postminister genehmigt werden müssen, ging ein Sprecher des Carriers zunächst davon aus, daß zwischen Telekom und Ministerium weitere Argumente ausgetauscht werden, bevor, wie er betonte, eine für beide Betreiber identische Gebühren-Ordnung festgeschrieben wird.