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02.03.2006

Die TK-Branche investiert in IT-Services

Vor allem das Projektgeschäft erlebt derzeit einen Aufschwung.
Die meisten Umsätze mit Software und Services für die TK-Branche konnte sich 2004 T-Systems sichern.
Die meisten Umsätze mit Software und Services für die TK-Branche konnte sich 2004 T-Systems sichern.

Nach jahrelanger Investitionszurückhaltung geben die deutschen Telecom-Konzerne wieder mehr Geld für Software und IT-Services (SITS) aus. Den Analysten von Pierre Audoin Consultants (PAC) zufolge ist das SITS-Geschäft mit Firmen dieser Branche im vergangenen Jahr um sieben Prozent gewachsen.

Während die Anbieter von Anwendungssoftware nur um 3,5 Prozent zulegten und der Outsourcing-Markt vorwiegend von großen Deals - etwa zwischen Atos Origin und E-Plus - vorangetrieben wurde, erlebte das Projektgeschäft einen Aufschwung. Auch für die kommenden drei Jahre erwartet PAC hier ein jährliches Wachstum von durchschnittlich sechs Prozent.

Treibende Kraft sind zum einen Projekte, von denen sich Anwender eine Senkung ihrer Betriebskosten durch Verbesserung der Operational Support Systeme (OSS) versprechen. Diese ergibt sich unter anderem aus der zunehmenden Automatisierung und der Integration von System-Komponenten, die oft von verschiedenen Anbietern stammen. Als Schlüssel zum Erfolg gelten vor allem Themen wie SOA (Service-oriented Architecture) und EAI (Enterprise Application Integration), da sie eine flexible und einfache Integration der zahlreichen Komponenten erlauben, aus denen sich die Netzwerke und OSS der Telecom-Anbieter zusammensetzen.

Zum anderen verlegen sich immer mehr TK-Anbieter auf so genannte Enhanced Services, um neue Einkommensquellen zu erschließen. So bieten Internet-Service-Provider (ISPs) spezielle Online-Dienste an, Mobilfunkanbieter setzen auf Content- und Messaging-Services. Die PAC-Analysten schätzen, dass das Marktsegment Enhanced Services - Projektgeschäft, Anwendungssoftware und Outsourcing zusammengenommen - bis 2009 um mehr als 14 Prozent wachsen wird. Des weiteren beobachten die Experten eine Zunahme von Komplettlösungen und Packages - etwa Festnetz- und/oder Mobilverträge, gekoppelt mit Internet und Kommunikationsservices.

Ursprünglich einzeln angebotene Dienstleistungen würden integriert, um einen Gesamtblick auf jeden einzelnen Teilnehmer zu erhalten und ein kundenzentriertes Management zu ermöglichen. Der dadurch steigende Bedarf an IT-Projekten und CRM-Lösungen werde den Software- und IT-Servicemarkt langfristig ankurbeln. Auch in der verstärkten Umstellung auf IP-Technologie sehen die Analysten ein Zeichen für die wachsende Konvergenz im TK-Bereich. Im Gegensatz zu Großbritannien erfolge diese hierzulande allerdings nur schrittweise.

T-Systems ist laut PAC nach wie vor der wichtigste SITS-Lieferant der deutschen TK-Branche, darunter auch viele Firmen, die nicht zur Deutsche-Telekom-Gruppe gehören. HP sei vor allem wegen seiner Netzwerklösung gut positioniert. Aber auch kleinere IT-Dienstleister mit TK-Fokus - etwa Amdocs, Logica CMG, Danet, Materna, LHS oder die vor einem Jahr von Tieto Enator übernommene Sesa AG - spielen nach Ansicht der Experten eine zunehmend wichtige Rolle im Markt. (sp)