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22.05.1998 - 

Gastkommentar

Die Träumereien der IT-Strategen

Kaum haben die IT-Manager Client-Server-Strategien eingeführt, verheißen mobile und virtuelle Netzwerke mit Thick- und Thin-Clients sowie verteilten Web-Servern noch effizienteres Arbeiten. Virtuelle Kaufhäuser entstehen, die gegen elektronische Bezahlung liefern. Sind also Unternehmer, die ihre Waren noch immer nicht via Web verkaufen, schlichtweg Hinterwäldler? Wohl kaum. Mancherorts verbringen aber die IT-Strategen zuviel Zeit mit Träumereien über die vielgerühmten Absatzmärkte des WWW, statt sich dringenderer Aufgaben wie der Euro- und der Datumsumstellung zu widmen.

Nach einer Umfrage der Meta Group haben 42 Prozent der Unternehmen noch nicht damit begonnen, ihre Applikationen auf die ab dem Jahr 2000 erforderlichen vierstelligen Datumsfelder vorzubereiten. 23 Prozent haben noch nicht einmal mit der Planung angefangen. Besonders Mittelständler gehen davon aus, daß sie 1999 ohnehin ihre Applikationssoftware wechseln. Doch ist es für eine geordnete Umstellung, also das Finden der zu ändernden Komponenten, Neucodierung und Tests der Programme, eigentlich zu spät.

Hier soll weder neue Technologie verteufelt noch zur Technikverweigerung angestifte werden. Aber auch bei IT-Projekten heißt die Devise Prioritäten setzen. Das Gros der Unternehmen wird aus Kosten- und Zeitgründen zwar nicht mehr alles retten, doch könnten die Verantwortlichen immerhin noch unternehmenskritische Geschäftsprozesse mit Sofortmaßnahmen schützen. Nach dem Stichtag wäre nämlich kein Expertenteam mehr in der Lage, den IT-Scherbenhaufen noch zu kitten.