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08.11.2006

Die Trends im ITK-Markt

Der Geschäftskundenverband der Deutschen Telekom befragte im Mai 2006 rund 300 größere Unternehmen, welche für sie die entscheidenden Trends im ITK-Markt sind und in welche Lösungen sie investieren werden.

Von Alexander Roth

Voice over IP (VoIP) bleibt das Zugpferd im ITK-Markt. Das ist die Haupterkenntnis der Studie, die das Telekomforum - ein Verbund aus den 500 umsatzstärksten Kundenunternehmen der Deutschen Telekom - unter seinen Mitgliedern im Mai 2006 durchgeführt hatte. Das Telekomforum führte die Studie in diesem Jahr zum dritten Mal durch, rund 300 Unternehmen aus den Branchen Industrie, Medien, (Finanz-)Dienstleister und Handel beteiligten sich daran.

TK: mobile Anwendungen auf Rang zwei

Das deutlichste Ergebnis: Ziemlich genau zwei Drittel der Top-Telekom-Kunden betrachten, wenn es um ihr eigenes Unternehmen geht, VoIP bereits wie im Vorjahr als das bewegende Thema unter den TK-Lösungen. Mit 51 Prozent wurde diese Antwort deutlich öfter als noch im Jahr zuvor (41 Prozent) gegeben. Auch der auf Rang zwei folgende Bereich "mobile Anwendungen für UMTS- oder WLAN-Verbindungen" liegt mit 25 Prozent in 2006 vor dem Wert aus 2005 (17 Prozent).

Der Aufsteiger in diesem Jahr, zumindest wenn es um den Markt im Allgemeinen und nicht das eigene Unternehmen geht, ist aus Sicht der befragten Firmen die "Fixed Mobile Convergence (FMC)" - gemeint sind Lösungen, die ein Zusammenwachsen von Mobilfunk und Festnetztelefonie, beziehungsweise von Sprach- und Datenverkehr in eine einheitliche Infrastruktur ermöglichen. Interessant: Im vergangenen Jahr war es nur ein Prozent, das diesen Bereich für wichtig erachtete, nach neun Prozent vor zwei Jahren. Liegt das an "hoffungsvollen", neuen Lösungen am Markt? Klären könnte das ein Blick auf die geplanten Investitionen der befragten Unternehmen: Gefragt, in welche Lösungen sie in den kommenden sechs Monaten Zukäufe investieren wollen, gaben 17 Prozent "TK-Anlagen", 16 Prozent "Infrastruktur" und 14 Prozent "Mobilität" an. 31 Prozent planten keine TK-Ausgaben, und 20 Prozent waren sich unschlüssig. Einen kurzfristigen Wechsel zu VoIP nahmen sich nur vier Prozent vor, langfristig will aber rund ein Drittel aller befragten Großunternehmen umrüsten. Das wäre der "Rest": Wie das Telekomforum schreibt, hätten mittlerweile bereits die übrigen rund zwei Drittel der interviewten Organisationen ihre unternehmensweite Telefonie auf VoIP umgestellt.

Keine klaren IT-Trends

Im IT-Sektor sind die Trends weniger eindeutig als in der Telekommunikation. Die befragten Firmen sehen zwar "Sicherheit" (16 Prozent), "Mobilität" (11 Prozent) und "Outsourcing" (11 Prozent) noch vor den Themen "Sprach-Daten-Konvergenz","Dienstleistungen/Services" und "Applikationen" (jeweils 6 Prozent); fast alle genannten Bereiche haben aus ihrer Sicht aber gegenüber den Vorjahren leicht an relativer Bedeutung verloren.

Aus Sicht vieler Marktforscher sicherlich verwunderlich: Für ihr eigenes Unternehmen halten nur sieben Prozent "Outsourcing" für eines der Topthemen ihrer IT.

In den kommenden sechs Monaten will - wie bei der TK - knapp über die Hälfte der befragten Unternehmen investieren, am häufigsten genannt wurden dabei Infrastruktur (18 Prozent), Applikationen (14 Prozent) und Sicherheit (11 Prozent).