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07.02.1997 - 

Kolumne

Die Unternehmens-DV verändert sich nicht grundsätzlich

Die Ausgaben der Unternehmen für Informationstechnologie sind 1996 um rund 7,8 Prozent gestiegen und werden in diesem Jahr einer Umfrage der Gartner Group zufolge um weitere 8,1 Prozent zulegen (siehe Seite 1). Anders als in den vergangenen Jahren, in denen das Wachstum der IT-Budgets weit niedriger ausfiel, scheint das Plus auf einen höheren Stellenwert der Informationstechnologie in Unternehmen hinzudeuten. Ein weiteres Indiz für diese Entwicklung ist die enorme Zunahme der Stellenangebote im DV-Sektor.

Folgt man den Werbeaussagen und Zukunftsversprechen der Herstellerschaft, können nur Internet-Technologien für diesen Aufschwung verantwortlich sein. Folgerichtig müßten beim Personal in erster Linie Web-Master, Screen-Designer, GUI-Entwickler und TCP/IP-Spezialisten nachgefragt werden. Beides stimmt nicht. Gartner zufolge werden die Unternehmen ihre IT-Dollars in erster Linie in verteilte Systeme, also Netz-, Desktop- und portable Hardware stecken. Anwendungsseitig geht es - übrigens im vierten Jahr nacheinander - vor allem um Client-Server-Lösungen. Internet- und Intranet-Applikationen folgen erst auf dem fünften Rang. Die Verteilung der Jobangebote legt ähnliche Schlüsse nahe.

Den Unternehmen geht es also nicht in erster Linie um schicke Web-Seiten oder darum, ihre gesamte DV auf Intranet-Technologien umzustellen. Sie wollen weiterhin, angetrieben auch durch die Jahrtausendumstellung, im alltäglichen Kampf um die bestmögliche IT-Unterstützung der Unternehmensziele bestehen. Deshalb wären sie schlecht beraten, den eingeschlagenen Weg zu einer verteilten und flexibleren Datenverarbeitung, den sie mit dem Aufbau von Client-Server-Lösungen beschritten haben, zugunsten eines neuen Paradigmas zu verlassen. Schließlich kann das Intranet- oder Network-Computing auch als die Fortführung des Client-Server-Computing mit zusätzlichen Mitteln gesehen werden. Was sonst ist ein Browser als eine Oberfläche, was ein Web-Server anderes als ein Applikations-Server? Der wesentliche Unterschied besteht doch wohl in der universellen Einsetzbarkeit der neuen Produkte. Das ist hilfreich für die unternehmensinterne Informationsverarbeitung, verändert sie aber nicht grundsätzlich.