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Serie offene Systeme, Client Server, Downsizing

Die veränderte DV-Welt aus Anwender- und Herstellersicht

04.10.1991

Die DV-Branche ist elektrisiert. Erst zehn Jahre ist er her, da erhielt der Kunde als Gegenwert für 10 000 Mark einen Rechner mit einem 4-kb-Arbeitsspeicher und einem Monochrombildschirm, daß einem beim Betrachten die Augen tränten.

1981 "passierte" der IBM, was als Südenfall in die Computergeschichte eingehen und Big Blue in den kommenden Jahren - nach Ansicht von Fachleuten - teuer zu stehen kommen wird: Der PC/XT wurde geboren. Der Preis blieb etwa gleich.

Sechs Jahre später, als Compaq den ersten mit einem 386-Intel-Prozessor rechnenden PC vorstellte, dämmerte es einer kompletten Branche, welchen Geist die IBM in Zusammenarbeit mit Microsoft Anfang der 80er Jahre eigentlich gerufen hatte.

Diesen wird Big Blue nun nicht mehr los. Glaubt man den Branchenkennern, so werden die Mannen um CEO John F.Akers zu den großen Verlierern einer unaufhaltsamen Entwicklung und eines Umdenkprozesses, der in MIS-Zentralen und in den Köpfen der Unternehmensführer abläuft: Der Zwang zur Kosteneinsparung nötigt die Verantwortlichen, neue, preisgünstigere, dabei aber gleichwohl leistungsstärkere DV-Konzepte zu entwickeln.

Nach zehn Jahren PC-Geschichte haben die Mikros sich aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit zu einer ernsten Gefahr für Mainframes entwickelt, und es gibt nicht wenige, die mit sehr guten Argumenten vorrechnen, daß in weiteren zehn Jahren Großrechner einschließlich ihrer aufwendigen und teuren Software sowie Wartung ökonomisch nicht mehr vertretbar und deshalb unverkäuflich sein werden.

Die COMPUTERWOCHE beginnt heute (auf Seite 42) mit einer mehrteiligen Serie über die Reizthemen Downsizing, offene Systeme und Client-Server-Topologien. Am Beginn sollen führende Unternehmen zu Wort kommen und ihre Sicht und Reaktion auf die veränderte Welt der DV offenlegen.

In einem Round-table-Gespräch unter Leitung von CW-Redakteur Jan-Bernd Meyer, bei dem Anwender aus dem Banken-, Versicherungs- und Behördenwesen und der produzierenden Industrie an einem Tisch saßen mit den marktrelevanten DV-Unternehmen, haben sich beide Seiten ihre Meinung zum Thema gesagt.

Die CW wird in einem eigenen Beitrag über den Stand der Dinge an der Downsizing-Front berichten. Den Anschluß der Serie bilden Erfahrungsprotokolle von Anwendern, die sich auf das Wagnis und die Chance Downsizing eingelassen haben.

Eines zeigen die Erfahrungen vieler Branchenbeteiligten schon jetzt: Wer systematisch die Wende in den MIS-Zentralen durchplant, wer offene Systeme wirklich will, der wird damit auch Erfolg haben. Bangemachen gilt nicht, sondern vielmehr das Wort eines Anwenders aus dem Bankenbereich: "Wir sind glücklich, unter mehreren Herstellern und Angeboten wählen zu können, seit wir auf Client-Server-Topologien umgestiegen sind."

Die proprietären Festungen werden geschliffen, der Verkäufer wird sich zum Käufermarkt emanzipieren - und alle Macht wird in den Händen der Anwender liegen.