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01.11.1996 - 

Internet-Transaktionen erst ab Frühjahr 1997

Die Vereinsbank baut auf America Online

Via PC sollen VB-Kunden über AOL von 5.30 Uhr morgens bis Mitternacht ihren Kontostand abfragen, die Umsätze der letzten 90 Tage einsehen und Überweisungen tätigen können. In einer zweiten Ausbaustufe ist ab Anfang nächsten Jahres vorgesehen, Wertpapiergeschäfte zu ermöglichen und Kunden die Entwicklung ihres Depots verfolgen zu lassen. Hinzu kommen Standardservices wie die Information über alle Produkte und Dienstleistungen, der Abruf aktueller Konditionen und Finanzierungsangebote oder jüngste Entwicklungen an der Börse.

Die Vereinsbank wird zunächst in einer Testphase ausschließlich Studenten mit ihrem AOL-Angebot ansprechen, ehe im nächsten Jahr dann der Breiteneinsatz vorgesehen ist. Die Kunden erhalten Equipment wie die Online-Software oder ein Modem über die Bank und können einen zentralen Hotline-Support nutzen.

Nachdem das Finanzinstitut seit Jahren Erfahrungen mit dem deutschen Online-Dienst T-Online gesammelt hat, bedeutet die Präsenz in AOL kaum mehr als eine Kopie des T-Online-Engagements. Es geht den Bankern darum, den Aufwand zu reduzieren und mittelfristig in beiden Online-Diensten sowie im Internet "eine einheitliche Applikation für alle Angebote" verwenden zu können. Auf diese Weise hofft die VB, den Pflegeaufwand überschaubar zu halten.

Von der Transaktionsabwicklung im Internet sehen die Münchner gegenwärtig noch ab, weil es angeblich an den nötigen Sicherheitsstandards fehlt.

Eine hardwareseitige Lösung kommt für die VB nicht in Frage, da die Banker es - im Gegensatz etwa zur Sparda Bank in Hamburg - ablehnen, alle Kunden mit entsprechender Hardware zu versorgen. Die Hanseaten schalten einen individuell codierten Chip zwischen Tastatur und PC des Anwenders, so daß jede Transaktion einen "elektronischen Fingerabdruck" erhält und für ein Höchstmaß an Sicherheit gesorgt ist.

Die Zahl der Vereinsbank-Kunden, die heute bereits per T-Online am PC ihre Bankgeschäfte erledigen, liegt bei 45000 - im Jahre 1990 waren es noch gut 7500 Anwender. Knapp fünf Prozent aller Girokonten - das sind rund 60000 Konten - werden bei der Bank bereits online geführt..

Homebanker sind ...

- männlich und zwischen 18 und 40 Jahre alt,

- in der Hälfte aller Fälle Single - falls verheiratet haben sie im statistischen Mittel zwei Kinder im Alter zwischen zehn und 14,

- Akademiker, in der Regel Mitglied des mittleren oder gehobenen Managements - oder auf dem Weg dorthin,

- einkommensstarke Städter,

- nicht unbedingt ausgeprägte PC-Freaks, aber regelmäßige Anwender - also nicht auf Kriegsfuß mit dem Computer.