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17.02.2015 - 

Was online gekauft wird

Die Verkaufsschlager im Online-Shopping

arbeitet beim Münchener Spezialisten für Kommunikation und Medien im Umfeld der B2B-IT Evernine
Smartwatches, Arzneimittel oder doch Kühlschränke? Aktuelle Zahlen zeigen, welche Produkte und welche Herstellermarken sich online in Deutschland am besten verkaufen.

Sie versprechen das schnelle Schnäppchen ohne viel Aufwand – Preisvergleichsportale. Doch sie sind nicht nur praktisch für die Online-Shopper. Auch Fachhändler und Reseller können von ihnen in mehrerlei Hinsicht profitieren. Ihre Daten können einen guten Überblick darüber geben, welche Produkte und Hersteller den Online-Handel dominieren.

ChannelPartner zeigt mit den Zahlen vom Marktfoscher PreisAnalytics, welche Hersteller 2014 im deutschen E-Commerce am meisten gefragt waren, wer die größten Gewinner und Verlierer sind und mit welchen Herstellern vermutlich auch wieder 2015 zu rechnen ist.

Die Daten der Preisvergleichsportale ermöglichen eine detaillierte Marktanalyse. Sie zeigen zum Beispiel, dass bei den Online-Konsumenten Arzneimittel, Notebooks, Handys (ohne Vertrag), Damendüfte, LCD-Fernseher, Modelleisenbahnen, Herrenschuhe und Damenuhren gefragt sind.
Die Daten der Preisvergleichsportale ermöglichen eine detaillierte Marktanalyse. Sie zeigen zum Beispiel, dass bei den Online-Konsumenten Arzneimittel, Notebooks, Handys (ohne Vertrag), Damendüfte, LCD-Fernseher, Modelleisenbahnen, Herrenschuhe und Damenuhren gefragt sind.
Foto:

Samsung, der unangefochtene Spitzenreiter

Keine Frage: Wenn es um Online-Shopping geht, dominiert klar die Elektronikbranche. So ist es wenig überraschend, dass sich unter den Top 10 auch im vergangenen Jahr wieder ausschließlich Elektronikkonzerne wiederfanden.

Bekannt für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bei einem breiten Produktspektrum vom Smartphone bis zum Kühlschrank – Samsung ist, gemessen an der Nachfrage auf Preissuchportalen, in Deutschland die erfolgreichste Marke im Jahr 2014 gewesen. Und dieser Trend scheint sich weiter fortzusetzen.

Mit insgesamt rund 1.200 gesuchten Produkten pro Monat ist Samsung laut der Analyse auch aktuell die gefragteste Marke. Das entspricht einer Steigerung um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Samsung baut damit seinen Vorsprung weiter aus.

Etwas abgeschlagen landen Samsungs ärgste Verfolger Bosch (1.084 Produkte) und Philips (979 Produkte) auf den Plätzen zwei und drei.

Dominante Marke: Samsung baut seinen Vorsprung aus, während Siemens hinter AEG und Sony rutscht.
Dominante Marke: Samsung baut seinen Vorsprung aus, während Siemens hinter AEG und Sony rutscht.
Foto: PreisAnalytics

Sony und Siemens verlieren an Boden

Und die Elektronikbranche dominiert weiter. So konnten sich AEG (645 Produkte) und Sony (670 Produkte) die Plätze vier und fünf sichern.

Doch die Japaner haben zu kämpfen. Was die Wirtschaftspresse schon lange munkelt, zeigen auch die Zahlen. So verlor Sony gegenüber dem Vorjahreszeitraum ganze fünf Prozent an relevanten Produkten auf deutschen Preisvergleichsportalen (2013: 705 Produkte).

Noch schlimmer erging es 2014 dem deutschen Vertreter Siemens. Während der Konzern 2013 noch mit 764 relevanten Produkten vertreten war, büßte Siemens 2014 ganze 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein und ist somit der größte Verlierer unter den Top 10.

Auf den restlichen vier Plätzen der Top 10 passiert wenig Spektakuläres. Asus, HP, Panasonic und LG konnten sich allesamt leicht gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbessern und machen langsam Siemens den Rang 6 strittig.

Und die Hersteller anderer Branchen?

Obwohl die Elektronikhersteller im Ranking dominieren, verpasst der Spielzeughersteller Lego als erster Vertreter einer anderen Branche mit 393 relevanten Produkten im Monat (2013: 297) nur knapp die Top 10 und landet auf Platz 13.

Weitere erfolgreiche Marken, die nicht zur Elektronikbranche zählen, waren Adidas und WMF. Der Sportartikelhersteller konnte sich mit monatlich 341 relevanten Produkten (2013: 164) Rang 15 sichern, Der Haushaltswarenhersteller reihte sich mit 319 relevanten Produkten (2013: 288) auf Platz 17 ein.

Doch abseits der Top 10 gibt es nicht nur Gewinner. Der Haushaltsgerätehersteller Neff, Spiele-Anbieter Electronic Arts (EA), Reifenhersteller Dunlop und der Haushaltsgerätevertreiber Miele büßten bis zu rund 50 Prozent ein und sind so ganz klar die Verlierer der Jahres 2014.

Gewinner und Verlierer: Sportartikel und Produkte für das Eigenheim verkaufen sich online am besten.
Gewinner und Verlierer: Sportartikel und Produkte für das Eigenheim verkaufen sich online am besten.
Foto: PreisAnalytics

Arzneimittel und Handys

Die Daten der Preisvergleichsportale ermöglichen aber noch eine weitaus detailliertere Marktanalyse. Denn neben den Top-Brands zeigen sie auch, welche Produktkategorien bei den Konsumenten besonders gefragt sind.

So kauften E-Shopper neben Arzneimitteln, Notebooks und Handys (ohne Vertrag) vor allem auch Damendüfte, LCD-Fernseher, Modelleisenbahnen, Herrenschuhe und Damenuhren.

Und auch neue Produkte sollten Fachhändler und Shop-Betreiber ins Auge fassen: So tauchen plötzlich 3D-Drucker oder mobile Zusatzakkus für Smartphones in den E-Shops auf. Besonders Smartwatches starten durch: Sie legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum ganze 922 Prozent zu. Aber auch Trinksysteme (plus 650 Prozent) und Spiele für die Playstation 4 (plus 558 Prozent) zählen ebenfalls zu den erfolgreichsten Newcomer-Produktkategorien 2014.

Fazit

Fasst man die Produkte zu Kategorien zusammen, fällt vor allem eines auf: Kunden kaufen online nichts lieber als Haushalts- und Sportartikel. Aber auch Heimwerker und Käufer von Hard- und Software bilden eine überaus dominante E-Shopper-Gruppe – mit teilweise wachsender Tendenz.

Auch 2015 kann man davon ausgehen, dass Samsung und Co. wieder ganz vorne mit dabei sind. Spannender wird es bei den Produkten: Denn Spitzenreiter wie Arzneimittel verlieren allmählich an Boden - und Innovationen wie Smartwatches zählen zu schnelllebigen Trends, die Fachhändler in ihr Portfolio aufnehmen sollten. (tö)

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