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24.04.1981

Die Wahl zwischen wohldimensioniert oder Überkapazitäten:Nachbearbeitung bleibt DV zugeordnet

MÜNCHEN (gr) - Obwohl es den Fachabteilungen zunehmend gelingt, der Geschäftsleitung ihren Rechenbedarf deutlich zu machen, bleibt die Nachbearbeitung des erstellten Papiers weiter zentralisiert. Kuvertier- und Adressiermaschinen sind in den befragten Unternehmen meist einer zentralen Poststelle oder der Abteilung Datenverarbeitung zugeordnet.

Nicht direkt im Rechenzentrum sondern in einem Nebenraum haben die Bayerischen Motorenwerke AG München, ihre Nachbearbeitungsmaschinen aufgestellt. Die Fachabteilungen, die mit einer eigenen, kleinen Datenverarbeitungsanlage ausgestattet sind, trugen allerdings schon den Wunsch an die Geschäftsleitung heran, die Nachbearbeitung selbst zu übernehmen. "Besonders zu Spitzenzeiten Anfang oder Mitte des Monats", erläutert Lothar Jockisch, der für die Arbeitsorganisation im zentralen Rechenzentrum bei BMW zuständig ist, "kommen die Wünsche der Fachabteilungen etwas ins Hintertreffen." Bei Engpässen im Kuvertieren müßten sie Verzögerungen von drei bis vier Stunden in Kauf nehmen. Die Beschaffung von gesonderten, kleiner dimensionierten Maschinen für den

Bedarf der Fachabteilungen weckt bei den BMW-Organisatoren die Befürchtung, Überkapazität zu schaffen.

Auch die Papiervernichtungsmaschinen hat BMW zentral im Nebenraum des Rechenzentrums aufgestellt. Im Gegensatz dazu steht die Organisation vieler anderer Unternehmen. Sie begründen eine dezentrale Unterbringung der Reißwölfe mit der großen Gefahr, "daß etwas rausgeht, was nicht rausgehen soll". Die Leonberger Moto Meter AG hat zwar die Seperatoren der zentralen Datenverarbeitung zugeordnet. Die Reißwölfe aber stehen am Ort des Zerreißbedarfes wie im Verkauf oder in der Abteilung Rechnungswesen.

Die zentrale DV verfügt bei der Betrix GmbH & Co. in Dreieich über einen Reißwolf, der auch "arg nötig" sei. Daneben sind nach Angaben von Steffen Stürzenberger, einem der beiden DV-Leiter, drei oder vier weitere Geräte dezentral aufgestellt, die dem jeweiligen Abteilungsleiter unterstehen. Auch der Geschäftsleitung sei ein Apparat zugeordnet, um die geheimnistragenden Papiere nicht in unbefugte Hände fallen zu lassen. Seperatoren, Schneide- und Trennmaschinen für OCR-Belege dagegen oblägen direkt der Verantwortung des DV-Leiters.

Der Wunsch nach dezentralem Eintüten von Briefen ist bei Betrix noch nicht aufgekommen. Die Fachabteilungen melden beim RZ ihren Wunsch nach Etiketten mit Adressen in bestimmter Sortierfolge an. Auf in den entsprechenden Abteilungen installierten Schreibautomaten werden die Briefe erstellt. Die Werbeabteilung kümmere sich dann um die Organisation des Kuvertierens, das nicht im Haus, sondern im Auftrag von einem Subunternehmer ausgeführt wird. Auch die Esso AG, Hamburg macht ihre Anschreiben zentral versandfertig. Auf dezentral stehenden Textautomaten werden die Briefe erstellt, sie gehen dann zur Poststelle, die der allgemeinen Hausverwaltung untersteht. Versandfertig verlassen sie von dort das Haus. Hausintern wird die Post im Aktenumlauf oder per Rohr verteilt.

Eine ähnliche Struktur weist die BBC in Mannheim auf. Die Trennmaschinen stehen im RZ, die Poststelle kümmert sich um das Falten und Eintüten der fertigen Briefe.

Zentral kauft die BMW AG ihr Papier ein. Nach Angaben von Jockisch beschäftigen sich drei Mitarbeiter damit, den Papierwünschen der Fachabteilungen gerecht zu werden. Um der durch die verteilte Datenverarbeitung vervielfältigten Papierflut zu begegnen, so schlug einer der papiergeplagten Kollegen vor, könnte man den Reißwolf direkt am Drucker aufstellen.