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22.12.2000 - 

Jahresrückblick

Die wichtigsten Trends im Überblick

Wichtiger als in den vergangenen Jahren war die Schaffung der politischen Rahmenbedingungen für die globalisierte Wissensgesellschaft. So sind Wagniskapital und Startup-Mentalität hierzulande keine Fremdworte mehr. Zu den Rahmenbedingungen gehören aber auch internationale Regeln für den Datenschutz. Hinzu kommen die Vorschläge der EU-Kommission für eine Besteuerung des transatlantischen Online-Handels sowie die europaweite Fernabsatzrichtlinie.

Diese Maßnahmen sind Ausdruck eines neuen europäischen Selbstbewusstseins. Symbol für die auch von den Politikern auf dem Gipfel von Lissabon vorgetragene Hoffnung, die Amerikaner bald wirtschaftlich einholen zu können, ist der Erfolg des von Europa ausgehenden Handy-Geschäfts. Hier fehlt es in den USA an landesweiten Standards. Zudem gelten künftig nicht mehr so sehr PCs als Hoffnungsträger der Zukunft, sondern das Massengeschäft mit computerisierten Geräten mit Internet-Anschluss, für die Handys eine gute Ausgangsbasis bieten. Auf Messen wie CeBIT und Systems waren in diesem Jahr derartige Prototypen und Geschäftsmodelle dafür das Hauptthema.

Auf der negativen Seite der Bilanz schlägt vor allem der Einbruch an den Börsen zu Buche. Wurde bis März des Jahres jede Internet-Idee mit astronomischen Kursbewertungen belohnt, gleichgültig wie viel Verluste das Dotcom-Unternehmen aufzuweisen hatte, so werden nun sogar Unternehmen mit schwarzen Zahlen in den Sog des Kursverfalls gerissen, nur weil sie in der Internet-Branche tätig sind.

Das Geschäft mit der Standardsoftware dümpelt vor sich hin. Tatsächlich gehören betriebswirtschaftliche Systeme zunehmend zur Infrastruktur für Techniken wie Knowledge-, Customer-Relationship- und Supply-Chain-Management. Außerdem wurden allerorten virtuelle Marktplätze erprobt, die ebenfalls Standardsoftware voraussetzen. Zu den technischen Highlights gehörte zudem die flächendeckende Etablierung von der Auszeichnungssprache XML. So positioniert sich heute ein Softwarehaus wie die Software AG als XML-Company.

Schließlich machten Hacker-Angriffe auf die Verletzlichkeit einer durch Internet-Technik globalisierten Wirtschaft aufmerksam. So brachen Anfang des Jahres einige große Internet-Service-Provider unter so genannten Denial-of-Service-Attacken zusammen, später legte der I-love-you-Virus weltweit die E-Mail-Systeme vieler Firmen lahm und im Herbst demonstrierten Hacker, dass ihnen selbst die geheimen Forschungslaboratorien von Microsoft offen stehen.