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30.04.1976 - 

Datenschutz-Umfrage:

Die Wirfschaft soll möglichst wenig wissen-

ST. AUGUSTIN - Nur 5 Prozent der Bundesbürger halten die Forderung nach Datenschutz für unbedeutend - 83 Prozent glauben, es sei eine wichtige bis sehr wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe. Das ergab eine Umfrage, die die Infratest Sozialforschung GmbH (München) und die Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (St. Augustin) 1974/75 im Auftrag des Bundesinnenministeriums gemeinsam durchführten. Fast 60 Prozent der Bundesbürger haben bisher allerdings von "Datenschutz" noch nie etwas gehört - nur 4 Prozent gaben an, über die Pläne für ein Bundesdatenschutzgesetz genauer informiert zu sein.

Den Plänen zur Einführung eines bundesheitlichen Personenkennzeichens (PKZ) stehen 39 Prozent der Bevölkerung positiv gegenüber: Sie glauben, daß Computerverbund und PKZ überwiegend Vorteile bringen werden. 11 Prozent sind der gegenteiligen Ansicht, der Rest ist unentschieden oder sieht gleichermaßen Vor- und Nachteile. Verglichen mit früheren Befragungsergebnissen zu diesem Thema zeigt sich allerdings ein wachsendes Unbehagen. 62 Prozent der Bevölkerung äußerten, der Staat solle möglichst viel über den Einzelnen wissen - und 68 Prozent sind der Meinung, die Wirtschaft solle möglichst wenig erfahren. Einen Mißbrauch personenbezogener Daten durch die Wirtschaft befürchten denn auch 45 Prozent, einen Mißbrauch durch den Staat nur 6 Prozent. Jeweils 17 Prozent befürchteten Mißbrauch auf beiden Seiten bzw. keinerlei negative Folgen.

Konkretisieren konnten die Befragten ihre Furcht allerdings nur in einem einzigen Beispielsfall: 60 Prozent der Bevölkerung würden es für eindeutigen Mißbrauch halten, wenn die Arbeitgeber Informationen über einen Arbeitnehmer austauschten, der die Stelle wechselt. -py