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09.01.2004 - 

Kolumne

"Die Wunsch-IT"

Christoph Witte Chefredakteur CW

Willkommen im Jahr 2004! Dieses Jahr wird - genauso wie das vorangegangene - anders als das letzte. Wahrscheinlich nicht völlig unterschiedlich, aber wir werden hoffentlich merken, dass die wirtschaftliche Lage nicht mehr ganz so angespannt ist, dass unsere Gespräche mit Lieferanten nicht mehr nur von Druck und Angst geprägt sind und dass die IT-Verantwortlichen wieder etwas mehr Geld in die Modernisierung ihrer IT stecken dürfen. Natürlich bleibt der Zwang zu sparen, aber anders als in den letzten beiden Jahren wird - vorausgesetzt, die Konjunkturprognosen bewahrheiten sich - überhaupt wieder in die IT investiert. Dabei sind allerdings keine großen Sprünge zu erwarten. Die durch die angespannte Lage unvollendeten Projekte werden zu Ende geführt. Die Konsolidierung geht weiter, die Unternehmen erledigen fällige Software-Upgrades und stecken eventuell freies Geld in das eine oder andere neue Projekt.

Obwohl der IT-Szene also eher ein nüchternes, von Pragmatismus geprägtes Jahr bevorsteht, müssen Anfang 2004 ein paar Wünsche und gute Vorsätze erlaubt sein.

Schön wäre es, wenn IT-Executives mehr auf ihre Mitarbeiter achten würden. Ihnen sollte nicht nur in Ansprachen zum Jahresende formal gedankt werden, sondern sie sollten mit Bedürfnissen und Vorschlägen auch im laufenden Jahr ernst genommen werden. Mancher Manager dürfte sich wundern, wie viel weniger Widerstände dann bei Veränderungsprozessen zu überwinden sind.

Weniger Komplexität, mehr Einfachheit! Ob es da beim frommen Wunsch bleibt oder ob es die IT-Szene schafft, sukzessive Komplexität abzubauen, bleibt abzuwarten. Aber es gibt wenig, was mehr Kostenersparnis und Effektivitätsgewinne bringt, als die IT-Anwendungswelt einfacher zu gestalten.

Zu diesem Ziel können Anwender wie Hersteller gehörig beitragen: Erstere sollten nicht in ihren Konsolidierungsanstrengungen nachlassen und weiter danach trachten, so viel zu standardisieren wie möglich - aber bitte auch nicht mehr. Von den Herstellern wäre zu wünschen, dass sie sich endlich so verhalten, wie sie es selbst immer propagieren: als Partner der Anwender. Partner veranlassen nämlich keine Zwangs-Upgrades, die Konsolidierungsbemühungen erschweren. Sie versuchen nicht, Anwender mit Zwangs-Abonnements ihrer Software zu knebeln und sie auf eine Plattform zu zwingen, ganz zu schweigen von Bemühungen, gerichtlich gegen die Benutzer bestimmter Software vorzugehen. Vielmehr helfen und schützen Partner sich gegenseitig. Dieses Prinzip hat übrigens nichts mit Altruismus, sondern eher mit guten langfristigen Geschäftsbeziehungen zu tun.

Die CW wünscht Ihnen ein erfolgreiches 2004 - und vergessen Sie Ihre Wünsche nicht!