Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.05.1985 - 

Handel, Banken und Kommunen treten verstärkt als Kunden auf

Diebold: DV-Branche segelt auf Wachstumskurs

FRANKFURT (vwd) - Die informationstechnische Branche bleibt nach Beobachtungen der Diebold Deutschland GmbH (Frankfurt) auf Wachstumskurs. Allerdings müssen sich die US-Vertriebstöchter, so wird eingeräumt. mit dem Höhenflug des Dollar auseinandersetzen. Nicht überall erlaube es die Wettbewerbslage, den erhöhten Einstandspreis weiterzuwälzen.

Die Ursachen für das ungebrochene Wachstum sieht Diebold hauptsächlich in der Erkenntnis, daß der Unternehmer ohne eine moderne informationstechnische Ausstattung zunehmend ins Hintertreffen gerät. Das gelte vor allem für die mittelständischen Unternehmen, die in diesem Bereich verstärkt investieren. Zu den Konjunkturmotoren gehöre weiterhin die Fertigungsindustrie, die in der Informationstechnik den Angelpunkt ihrer Wettbewerbsfähigkeit erblicke.

Bewußtsein gewachsen

Inzwischen ist nach den Erkenntnissen von Diebold das Bewußtsein dafür gewachsen, daß der Weg für die Verknüpfung mit anderen Anwendungen offenbleiben muß, denn die Schnittstellenproblematik finde immer mehr Beachtung. Die Idee des CIM (Computer-Integrated Manufacturing) als umfassendes Konzept für sämtliche C-Techniken gewinne an Boden. Schwerpunkte dieser Aktivitäten seien nach wie vor der Maschinen- und Fahrzeugbau. Starke Impulse registriert Diebold aber auch vom Kreditgewerbe und vom Handel.

Auch der öffentliche Sektor tauche immer intensiver als Kunde auf. Das gelte vor allem für die Kommunalverwaltungen. Zu den Überraschungen dieser Konjunkturperiode gehört nach Ansicht Diebolds die Wiederbelebung des Universalrechnergeschäfts. Nahezu alle Anbieter verzeichnen einen hohen Auftragseingang. Eng verbunden mit der verstärkten Nachfrage nach Rechnerkapazität sei auch der erhöhte Bedarf an Plattenspeicherkapazität.

Export floriert

Gute Geschäfte können bem Bericht zufolge aber auch die Bürocomputer-Hersteller verbuchen. deren Auftraggeber sowohl aus den mittelständischen Bereichen als auch aus Kreisen der Großanwender kommen Dank seines ausgereiften Software-Angebots erweise sich der Bürocomputermarkt gegenüber den Attacken aus der Mikrocomputerszene bemerkenswert stabil. Auch der Export floriere.

Der Mikrocomputermarkt selbst ist, wie es heißt, nicht frei von Verunsicherungen. Das gelte besonders für den Heimcomputermarkt (bis 1500 Mark Kaufpreis). Die Hersteller, die bisher auf diesem Markt primär aktiv waren, schicken sich zusehends an. Auf dem professionellen Mikromarkt Fuß zu fassen. Durchweg zufrieden sind nicht nur die Anbieter professioneller Einplatz-Mikros, sondern auch die Anbieter von Mehrplatz-Mikros, die sich zunehmend auf den Markt wagen und ihre ersten Absatzerfolge verbuchen können.

Die Minicomputer-Anbieter schließlich verzeichnen gute Geschäfte auf ihren traditionellen Märkten und bemühen sich dabei verstärkt um den Absatz von CAD/ CAM-Systemen. Zu den zukunftsträchtigen Märkten gehört nach Überzeugung Diebolds jedoch der Markt für Bürokommunikation. Deshalb dürfe der große PR-Wettlauf nicht wundern, der sich zur Zeit unter namhaften Anbietern im Bereich ISDN-fähiger Kommunikationsanlagen abspielt.