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06.03.1987

Diebold: DV-Markt von IBM, Siemens, Nixdorf beherrscht

FRANKFURT/MÜNCHEN (ujf ) - Big Blue hat bei den mittleren Systemen immer noch nicht die Nase vorn - und bei den Großrechnern fristen steckerkompatible Fabrikate nur ein Statistendasein. Die größte Installationsbasis bei Computern zwischen l00 000 und 500 000 Mark Kaufpreis hat Siemens; bei teureren Anlagen dominiert IBM mit einem Anteil von 45 Prozent (siehe Grafiken).

Aus ihrer diesjährigen Untersuchung des Rechnerbestandes in der Bundesrepublik ziehen die Marktforscher der Frankfurter Beratungsfirma Diebold Deutschland das Resümee: Drei Viertel des Marktes für mittlere und große Computer werden von sechs Produzenten kontrolliert. Aber einen Anbieter mit wirklich marktbeherrschender Stellung gibt es lediglich im Mainframebereich: Big Blue verfehlt in der Kategorie "große Systeme" deren Preis-Untergrenze mit einer halben Million Mark recht niedrig liegt, die absolute Mehrheit mit 45 Prozent nur knapp.

Als "Oppositionsführer" mit einem Viertel des Markts ist Siemens mit BS2000 und Sinix noch fast dreimal so stark wie die Nummer drei, die Unisys-Koalition aus Sperry und Burroughs. Hier entfallen also annähernd vier Fünftel des installierten Bestands auf nur drei Hersteller-Konzerne. Auf den hinteren Plätzen findet man Bull und DEC mit knapp über vier Prozent und Comparex - also die zusammengefaßten PCM-Aktivitäten von BASF und Siemens - mit 3,4 Prozent. Die PCMer Amdahl/Fujitsu und NAS/Hitachi sind nicht separat ausgewiesen - sie zählen mit weniger als einem Prozent des Gesamt-lnstallationswerts von 38 Milliarden Mark zu den "Sonstigen" -hinter Control Data (1,2) und Tandem (1,1).

Bei den kleineren DV-Anlagen zwischen 100 000 und 500 000 Mark heißen die Top Five Siemens, Nixdorf, IBM, HP und Kienzle. Allzu große Kuchenstücke gibt es hier nicht Der größte Anbieter hält gerade ein Siebtel des Markts. Auf den Plätzen - in der Grafik als "Sonstige" nicht einzeln ausgewiesen - folgen DEC (6,2 Prozent), Bull (5,8 Prozent), ATM (4,3 Prozent) und MAI (3,9 Prozent) Das Installationsvolumen dieser Rechnerklasse beträgt laut Diebold 16,2 Milliarden Mark.

Neu an der Diebold-Statistik ist in diesem Jahr, daß im Zuge der Integrationsdiskussion Prozeßrechner mit kommerziellen DV-Systemen zusammengefaßt worden sind. Davon profitieren Hersteller wie DEC und ATM, die sonst in den obigen Kategorien deutlich schlechter beziehungsweise gar nicht vertreten wären. Neben den "großen" und "mittleren" gibt es jetzt kleine" Systeme sowie Mikrocomputer - ohne Rücksicht auf die Anwendung.

Den Gesamtwert aller IBM-Rechner, die bei deutschen Anwendern stehen, berechnete Diebold zum Stichtag 1. Januar 1987 auf 18,85 (Vorjahr: 16,64) Milliarden Mark. Die Vergleichszahl für Siemens beträgt 13,34 (10,79) Milliarden Mark. Nixdorf kommt in der Statistik, die mit einem Mix aus Neupreisen und Marktwerten operiert, auf 5,46 (4,23) Milliarden Mark. Damit ergibt sich rein rechnerisch, daß die drei Großen vom Wert her die Hälfte des deutschen DV-Inventars (gut 75 Milliarden Mark) geliefert haben.

Digital hat mehr Hardware im Markt als Unisys

Digital Equipment hätte nach dieser Formel Hardware für 3,7 (2,87) Milliarden Mark im Markt und hätte damit Unisys überholt - die Sperryund Burroughs-Maschinen bewertet Diebold mit 3,67 (3,47) Milliarden Mark. Hewlett-Packard schließlich überrundete Honeywell-Bull mit 2,63 (2,07) zu 2,59 (2,56) Milliarden Mark.

Oberhalb der Milliardenschwelle liegen auch Kienzle mit 2,26 (1,98) Milliarden, Philips mit 1,76 (1,6) Milliarden, ferner die Olivetti-Gruppe, deren Zahlen noch nicht bekannt sind, mit dem 1986er Wert von 1,W2 Milliarden sowie Comparex mit 1,3 (1,13) Milliarden Mark. Etwas außer Konkurrenz steht der Mikrocomputer-Konzern Commodore. Seine PCs und Heimcomputer haben einen Wert von 2,25 (1,64) Milliarden Mark.

Beilagenhinweis

Der Gesamtauflage dieser Ausgabe liegt ein Prospekt der Jurda GmbH, Hamburg, bei. Einem Teil ist ein Schöndruck der Verlage Norman Rentrop, Bonn, beigelegt. Wir bitten um freundliche Beachtung.