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E-Business-Aktivitäten auf dem Prüfstand

Diebold: Europa entwickelt ein digitales Bewusstsein

20.10.2000
MÜNCHEN (CW) - In Europa hat eine "geradezu dramatische Bewusstseinsveränderung" in Sachen Digital Business stattgefunden. So lautet das Fazit, das die Diebold Unternehmensberatung aus ihrer Online-Umfrage mit dem Titel "Digital Business Trend Survey" zieht.

Die seit Frühjahr vergangenen Jahres betriebene Befragung untersucht die Auswirkungen der digitalen Geschäftsabläufe auf Geschäftsstrategie und -prozesse. Diebold legte nun erstmals einen Vergleich zwischen dem ersten Halbjahr 1999 und 2000 vor. Die Daten basieren auf den Angaben von rund 1000 Befragten. Laut Diebold handelt es sich dabei um Mitarbeiter der ersten beziehungsweise zweiten Führungsebene. Davon stammen 77 Prozent aus Deutschland, zwölf Prozent aus anderen europäischen Ländern und acht Prozent aus den USA.

Besonders im Hinblick auf neue Formen der Unternehmensbeziehungen stellen die Auguren eine abnehmende Skepsis gegenüber dem elektronischen Geschäft fest. Das Gros der Befragten ist mittlerweile davon überzeugt, dass trotz möglicher Risiken die Chancen in diesem Bereich überwiegen. Des Weiteren spielen frei gewordene Kapazitäten eine Rolle für das wachsende "digitale Engagement", denn nach der teuren DV-Umstellung zum Jahrtausendwechsel könne jetzt Kapital für neue Vorhaben investiert werden.

Auch die Koordination von E-Business-Projekten innerhalb der Unternehmen ändert sich. Gefragt, wem dieses Gebiet unterstellt wird, verwiesen im ersten Halbjahr 2000 bereits 65 Prozent der Antwortenden auf die Geschäftsführung, für den Zeitraum Juli bis Dezember 1999 waren es erst 59 Prozent. Außerdem: Die IT-Abteilungen verlieren als Koordinatoren an Bedeutung - aktuell 39 gegenüber 45 Prozent im Vorjahr -, dafür machen die einzelnen Fachbereiche Boden gut. Sie waren im vergangenen Jahr zu 29 Prozent an den elektronischen Aktivitäten beteiligt, mittlerweile ist der Anteil auf 39 Prozent gestiegen.

Einziger Wermutstropfen für die deutsche Wirtschaft scheint die nach wie vor bestehende Zurückhaltung von Seiten des Mittelstandes zu sein. Er glänzt beim Thema Digital Business eher mit Abwesenheit. Einer der Gründe hierfür könnte laut Diebold darin liegen, dass ein Großteil des Mittelstands, zum Beispiel die gesamte Zuliefererindustrie, digitale Marktplätze bisher vor allem als Kunden nutzt und somit noch kein Bedarf darin sieht, eigene E-Business-Aktivitäten zu entwickeln.