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16.06.1995

Diebold-Report sieht gute Konjunktur im Networking Das Geschaeft mit Information und Kommunikation belebt sich

ESCHBORN (CW) - Die Branchen fuer Informations- und Kommunikations- Technologien (IKT) verspueren wieder Aufwind. Zu diesem Ergebnis kommen die Berater von Diebold in ihrem juengsten Management Report. Nach zwei durch die Rezession bedingten mageren Jahren zieht die Konjunktur in den IKT-Maerkten, wie eine Umfrage der Eschborner ergab, trotz Wechselkurskrise wieder deutlich an. Den groessten Schwung liefert nach wie vor die Telekommunikation.

Obwohl die Dollarkrise und ein staerkerer Wettbewerb als frueher den IKT-Branchen zusetzen, zeigt die Konjunktur in diesen Maerkten einen Aufwaertstrend. Ursache dafuer sind Nachfrageimpulse der Anwenderschaft, ausgeloest durch in der konjunkturellen Baisse beschlossene Restrukturierungsmassnahmen. Unter den Schlagworten Re-engineering, Optimierung der Geschaeftsablaeufe sowie mehr Kundennaehe hat in den meisten Unternehmen ein Aenderungsprozess in Sachen informationstechnischer Infrastrukturen begonnen.

Kurzes Zwischenhoch fuer Mainframe-Anbieter

Ein unterschiedliches konjunkturelles Bild zeichnen die Berater fuer die einzelnen Teilmaerkte, wobei sich jedoch in allen der in der Rezession entstandene Nachfragestau aufzuloesen beginnt. Bei der Analyse der einzelnen Branchen stellten die Eschborner zum Beispiel eine, wie es in dem Report heisst, "Renaissance des Mainframe-Geschaeftes" fest. Gruende fuer diesen Trend sind Tendenzen zur Rezentralisierung, erste Zweifel an Client-Server- Architekturen sowie ein gestiegener Bedarf an Kapazitaeten aufgrund des Ausbaus von Altanwendungen.

In diesem Marktsegment herrscht gegenwaertig starke Konkurrenz, die sich fuer den Kunden sowohl in neuen Technologien als auch ueber den Preis positiv bemerkbar macht. Die Host-Anbieter sind sich laut Diebold-Studie dennoch darueber im klaren, dass sich die Aera des Grossrechners ihrem Ende zuneigt.

Weiterhin als wachstumtraechtig erweist sich das Geschaeft mit Unix- Rechnern, trotz immensen Preisdrucks. Anbieter solcher Maschinen verbuchen derzeit zweistellige Wachstumsraten beim Umsatz. In dieser Groessenordnung sollen sich auch die Steigerungen im PC- Business bewegen, auch wenn nach anfaenglich gutem Fruehjahrsgeschaeft jetzt eine leichte Flaute eingetreten ist. Als Erklaerungen dafuer gibt der Report eine Zurueckhaltung der Konsumenten in Erwartung weiterer Preissenkungen, Strukturprobleme von Anbietern sowie den Abbau von Arbeitsplaetzen in Grossunternehmen an.

Ausgedient haben nach Ansicht von Diebold unterdessen auch die 486er Prozessoren. Aufgrund des Multimedia-Booms sowie des erhoehten Kapazitaetsbedarfs gilt das Interesse der Pentium-CPU und ihren Konkurrenten. Auch die Power-PC-Architektur stehe vor einem Durchbruch.

Immer groesserer Beliebtheit erfreuen sich unter Anwendern Serviceleistungen mit Ausnahme des technischen Kundendienstes. Beratung wird in erster Linie in Verbindung mit neuen Loesungsansaetzen nachgefragt. Sehr stark ist gegenwaertig der Wunsch der Kunden, bei der Integration von Applikationen in ihr Netzwerk auf Dienstleister zurueckzugreifen.

Generell bescheinigt der Diebold-Bericht allem, was mit "Networking" zusammenhaengt, eine gute Konjunktur. Grossunternehmen arbeiten derzeit am Ausbau ihrer Netze zu High-speed-Networks, wobei Frame Relay im Mittelpunkt des Interesses steht. Diese Technologie laesst spaeter die Migration zu ATM zu. Bedeckt geben sich die Unternehmen jedoch hinsichtlich des Network Outsourcing, waehrend Anbieter traditioneller Outsourcing-Dienste nach wie vor ein gutes Geschaeft machen.